Skip to content

Warum jedes zweite Paar kinderlos bleibt

<span id="hs_cos_wrapper_name" class="hs_cos_wrapper hs_cos_wrapper_meta_field hs_cos_wrapper_type_text" style="" data-hs-cos-general-type="meta_field" data-hs-cos-type="text" >Warum jedes zweite Paar kinderlos bleibt</span>

Das Wichtigste in Kürze

  1. In Wien lebten laut der zitierten Statistik 52 Prozent der Paare ohne Kinder im Haushalt und 48 Prozent mit Nachwuchs. Zur ersten Gruppe zählen allerdings auch Paare, deren Kinder bereits ausgezogen sind.
  2. Als Beziehungsperspektive nennt der Artikel die Suche nach einem perfekten Gegenüber. Dabei kann aus dem Blick geraten, welchen eigenen Beitrag Menschen zu einer tragfähigen Partnerschaft leisten können.
  3. Neben persönlichen Erwartungen werden Zeitdruck und äußere Bedingungen genannt: Beruf, finanzielle Lage und Wohnsituation müssen für ein Leben mit Kindern zusammenpassen.
Auf X teilen Auf Facebook teilen Auf LinkedIn teilen

Paar Coach Dominik Borde im Kurier zum Thema kinderlose Beziehungen!

 

Jedes zweite Paar in Wien ist kinderlos

In Wien leben mittlerweile etwas mehr Paare kinderlos als mit Nachwuchs (52 bzw. 48 Prozent). Das geht aus der heute veröffentlichten Familien- und Haushaltsstatistik hervor. Die von der Statistik Austria ermittelte Zahl umfasst zwar auch Paare, deren Kinder bereits ausgezogen sind. Trotzdem wird deutlich, dass sich offenbar immer mehr Wiener – bewusst oder unbewusst – gegen Kinder entscheiden.

Dominik Borde, seit rund zehn Jahren in Wien als Beziehungs-Coach tätig, verwundert das nicht: „Vielen fehlt der geeignete Partner. Auf der Suche nach Perfektion übersehen sie, dass es in einer erfolgreichen Beziehung eher darum geht, der ideale Partner zu sein, als sich zu überlegen, was mir im Gegenüber fehlt.“

 

„In unserer schnelllebigen Gesellschaft bleibt immer weniger Zeit für die Kinder.“ - Dominik Borde, Paar-Coach

 

Dazu komme der wirtschaftliche Druck: „In unserer Welt geht es permanent darum, die Geschwindigkeit zu erhöhen. Da bleibt immer weniger Zeit für persönliche Bedürfnisse und Kinder.“ Der Wiener Paartherapeut Gottfried Kühbauer ergänzt: „Es müssen also Job, Geld und Wohnsituation passen – und das ist immer seltener der Fall.“

Auch wenn Wien in Bezug auf kinderlose Beziehungen österreichweit Spitzenreiter ist, der Trend ist im ganzen Land sichtbar: Während 1985 noch 53,8 Prozent (1.104.000) aller Familien aus verheirateten Paaren mit Kindern bestanden, war dies 2015 nur noch bei 39,0 Prozent (931.000) der Fall. Die Zahl der Paare ohne Trauschein, aber mit Kindern ist hingegen leicht gestiegen. Dazu kommt: Während die Zahl der Ehepaare in Österreich fast unverändert geblieben ist, ist die Zahl der Lebensgemeinschaften generell stark gestiegen. 1985 lebten rund 73.000 Paare ohne Trauschein zusammen (4,2 Prozent), im Vorjahr waren es 379.000. Jedes fünfte Paar (22 Prozent) ist also nicht verheiratet. Das Familienministerium scheint dazu keine Meinung zu haben – eine KURIER-Anfrage zu den Schlüssen, die familienpolitisch daraus zu ziehen sind, blieb unbeantwortet.

 

– Kurier, Anna-Maria Bauer & Raffaela Lindorfer

Beziehung einordnen

Erwartungen in der Partnerschaft klarer betrachten

Wenn der Blick häufig bei dem landet, was am Gegenüber fehlt, kann eine ruhige Klärung der eigenen Erwartungen und des eigenen Beitrags Orientierung geben.
Kostenloses Erstgespräch buchen

Häufige Fragen

Was bedeutet die Aussage, jedes zweite Paar in Wien sei kinderlos?
Die zitierte Statistik stellt 52 Prozent der Paare ohne Kinder im Haushalt 48 Prozent mit Nachwuchs gegenüber. Die 52 Prozent umfassen jedoch auch Eltern, deren Kinder bereits ausgezogen sind.
Welche Rolle spielen Erwartungen an die Partnerschaft?
Der Artikel beschreibt die Suche nach Perfektion als möglichen Faktor: Wer vor allem darauf schaut, was am Gegenüber fehlt, verliert leichter den eigenen Beitrag zur Beziehung aus dem Blick.
Welche äußeren Bedingungen werden als Gründe genannt?
Genannt werden eine beschleunigte Lebens- und Arbeitswelt, wirtschaftlicher Druck sowie die Frage, ob Beruf, Geld und Wohnsituation zusammenpassen.