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Diagnose: Tote Hose - Interview mit Dominik Borde im Newsmagazin

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Das Wichtigste in Kürze

  1. Stress außerhalb der Beziehung kann sich auf Lust und Gesprächsfähigkeit auswirken.
  2. Bewusste Zeit zu zweit und persönlicher Freiraum können nebeneinander Platz haben.
  3. Unterschiedliche Wünsche werden eher greifbar, wenn Sie Bedürfnisse, Prioritäten und gemeinsame Ziele offen ansprechen.
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Wenn Stress den Sex hemmt!

„Die Lust vergeht rasch, wenn du Lust haben musst!", so der Beziehungscoach Dominik Borde. „Auch Stress, der gar nichts mit der Beziehung zu tun hat, Druck und Überforderung im Beruf und die Angst vor Jobverlust, wirkt sich negativ auf das Sexleben aus.

Der Grund:"Stress erzeugt das Hormon Cortisol, das nicht nur die Libido killt, sondern auch die Kommunikationsfähigkeit. Vor allem Männer plagen in solchen Situationen häufig Verlustängste und sie ziehen sich zurück.“ (News 41/12 Seite 104, Monika Dlugokecki)

70 Prozent der Österreicher haben zweimal pro Woche Sex. Behaupten sie jedenfalls...

Nur 43 Prozent der Paare sprechen offen über ihr Sexleben. 57 Prozent tun es nicht. 75 Prozent der Paare haben nach dem ersten Kind weniger Sex als zuvor. Hauptursachen für die Flaute im Bett: Angst vor offenen Gesprächen, Veränderungen durch Kinder und die Unterschiede der Wünsche.

Auszug aus den Tipps der Therapeuten

  • Zeit zu zweit - Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich und ihren Partner.
  • Zeit für sich - Jeder braucht Freiraum außerhalb der Familie. Gönnen Sie Ihrem Partner Hobbys, die er ganz alleine genießen oder nur mit Freunden teilen kann. Und tun Sie auch das Gleiche für sich.
  • Babysitter - Gönnen Sie sich Unternehmungen zu zweit und geben Sie ihre Kinder für ein paar Stunden bei Freunden oder Großeltern ab.
  • Bedürfnisse aussprechen - Fragen Sie Ihren Partner nach seinen sexuellen Wünschen und trauen Sie sich, Ihre Fantasien mitzuteilen.
  • Werte und Ziele - Setzen Sie Prioritäten und führen Sie mit ihrem Partner Gespräche über gemeinsame Ziele. Werden Sie sich klar, was Ihnen wichtig ist und wie hoch die Arbeit dabei zu bewerten ist.
  • Zärtlichkeit auch ohne Sex - Nehmen Sie den Druck von Ihrem Partner.
  • Mythen ausblenden - Vergessen Sie Statistiken! Jedes Paar hat individuelle Bedürfnisse.

Mein Top-Tipp - Sei anders als die Norm!

Tatsache ist, in meiner Praxis wünschen sich ALLE Klienten, egal ob männlich oder weiblich, eine leidenschaftliche Liebesbeziehung auf Augenhöhe, monogam und am besten bis in alle Ewigkeit. Tatsache ist aber auch, nur ganz wenige Menschen schaffen dies umzusetzen.

Eine glückliche und leidenschaftliche Liebesbeziehung entspricht leider nicht der Norm

Doch in keinem Bereich unseres Lebens wären die meisten Menschen zufrieden damit, was die meisten haben. Die meisten sind übergewichtig, haben mittelmäßigen Sex, einen langweiligen Job und zu viel Stress.

Erfolgreich, in jedem Bereich, ist die Gemeinschaft derer, die anders denkt

Es gibt tatsächlich Paare, die 30 und mehr Jahre miteinander glücklich sind und es immer noch geil miteinander finden! Diese Paare haben außergewöhnliche Einstellungen und erfolgreiche Regeln für den gegenseitigen Umgang.

Wenn Nähe unter Druck gerät

Ihre Situation in Ruhe einordnen

Wenn Stress, unterschiedliche Wünsche oder fehlende offene Gespräche Ihre Nähe belasten, kann ein klärendes Gespräch Raum schaffen, um Bedürfnisse und gemeinsame Prioritäten anzusehen.
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Häufige Fragen

Warum kann beruflicher Stress das Sexleben belasten?
Der Artikel beschreibt, dass Druck und Überforderung im Beruf nicht nur die Lust, sondern auch die Fähigkeit zum Gespräch beeinträchtigen können.
Wie lässt sich Druck aus körperlicher Nähe nehmen?
Zärtlichkeit muss nicht mit Sex verbunden sein. Der Artikel empfiehlt außerdem, sich bewusst Zeit zu zweit zu nehmen.
Wie wichtig sind statistische Vergleichswerte für das eigene Sexleben?
Der Artikel rät dazu, Statistiken nicht zum Maßstab zu machen, weil jedes Paar eigene Bedürfnisse hat.