Corona ist noch immer Thema Nummer 1 weltweit. Es betrifft uns alle. Dabei macht es keinen Unterschied, ob du Prinz Charles oder bloß der Charlie bist. Die Ängste um die eigene Gesundheit und die, der Menschen, die wir lieben, sind in der Luxusvilla wie im Gemeindebau ziemlich die gleichen. An die Hygienebestimmungen und die Abstandsregeln müssen sich alle halten.
Der Lockdown hat uns gezeigt, wie viele Menschen so ticken. Während die einen Angst hatten raus zu gehen und konstant die News am Handy gecheckt haben, haben die anderen die Entschleunigung genutzt um neue Hobbys auszuprobieren, ihre Freude am Meditieren entdeckt oder ihre sozialen Kontakte online gepflegt.
Wir werden ständig mit schlechten Nachrichten und neuen Theorien und Statistiken konfrontiert. Man macht sich Sorgen um Angehörige und Freunde. Eine Welle an Arbeitslosigkeit und Unternehmerpleiten hat viele hart getroffen. Depressionen und Angststörungen steigen. Die Fälle von häuslicher Gewalt steigen maßiv an. Beziehungskrisen werden verstärkt. Probleme, die wir schon vorher hatten, befinden sich nun unter einem Vergrößerungsglas. Dazu kommen die allgemeinen Unsicherheiten einer globalen Krise- wie geht’s jetzt weiter? Da ist es easy in einem konstanten Zustand der Angst stecken zu bleiben. Das hilft aber niemandem. Am wenigsten dir selbst.
Stattdessen können wir jetzt lernen, zusammen zu halten und uns gegenseitig zu stärken. Wir haben am Anfang der Krise gesehen, wie alle zusammengerückt sind. Die jungen Nachbarn sind für die einsame Seniorin einkaufen gegangen, man hat sich bei Freunden, Familie und Nachbarn gemeldet und geholfen wo man konnte. Kleinunternehmer haben sich zusammengetan. In kürzester Zeit sind Netzwerke gebildet worden, um emotional und digital näher zusammen zu rücken. Mehr Kreativität und weniger Ego war das Motto von vielen.
Das hat sich für die Gesellschaft, aber auch die einzelnen Akteure gelohnt. Wer ein Gefühl von Zusammengehörigkeit hat und in die Aktivität kommt, hat weniger Angst und wird weniger krank. Denn Einsamkeit ist der absolute Krankmacher. Nicht nur für die Seele. Heutzutage wird emotionale Isolation für einige körperliche Krankheiten, wie Alzheimer oder Herzkrankheiten, als ebenso hoher Risikofaktor eingestuft, wie das Rauchen.
Social Distancing ist nicht unbedingt beziehungsfördernd und eine Maske ist nicht gerade das heißeste Accessoire für einen sexy Flirt. Das ist Teil unserer neuen Realität. Ich bin aber überzeugt, dass die gefährlichste Krankheit die Angst und ihre Folgen sind. Zum Glück müssen wir dagegen nicht auf einen Impfstoff warten, sondern können die Sache selbst in die Hand nehmen.
Egal ob du Single oder in einer Beziehung bist, wenn du der Angst keine Macht geben willst, musst du dich im Vertrauen üben und auf die Liebe konzentrieren. Jetzt ist der beste Zeitpunkt um nochmal inne zu halten und dir ein paar grundlegende Fragen zu stellen: Wer und was ist mir im Leben wirklich wichtig? Wie kann ich meine Beziehungen stärken? Wo reagier ich aus Angst und wo handle ich aus Liebe? Was will ich verändern?
Jede Krise macht uns stärker und ist eine Chance zu wachsen. Es liegt an dir, ob du sie ergreifst oder nicht.