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Paarcoaching Wien – Kann ein Paarcoaching überhaupt helfen?

Paarcoaching Wien - Kann ein Paarcoaching überhaupt helfen?

Egal ob endlose Streits und Diskussionen, strafendes Schweigen, Lustlosigkeit oder der Verlust gemeinsamer Perspektiven, die Gründe, ein Paarcoaching aufzusuchen, können unterschiedlich sein. Die Auswirkungen von anhaltenden Konflikten mit dem Partner sind immer dieselben: Mehr Distanz, weniger Nähe. Weniger Sex, mehr Beziehungsprobleme.

S ich bei anhaltenden Konflikten und Problemen in einer Beziehung Unterstützung bei einem Paarcoach zu suchen, ist sinnvoll und vernünftig. Wenn Sie Kummer und Sorgen haben, warten Sie nicht erst bis Ihr “Relation-Ship“ knapp vor einem reißenden Abgrund steht und im nächsten Moment für immer baden geht. Nehmen Sie Hilfe und Rat in Form eines Paarcoachings für Ihre Beziehung in Anspruch!

Paarcoaching Wien – Was Coaching leistet

Nach einem erfolgreichen Paarcoaching bleiben manche Probleme bestehen – und trotzdem ist alles anders!

Paare zeigen im Anschluss an ein Coaching eine deutlich höhere Kooperationsbereitschaft, mehr Zugewandtheit, weniger Fronten und eine gewandelte Stimmung. Sie haben unter anderem gelernt,  liebevoller mit störenden Verhaltensweisen ihres Partners – in denen eine individuelle Veranlagung, Charakterstruktur oder Lebensgeschichte zum Ausdruck kommt- umzugehen.

Wer nimmt Paarcoaching in Anspruch?

Im Paarcoaching in meiner Wiener Praxis begegne ich Menschen unterschiedlichster Herkunft und sozialer Schicht,  verschiedensten Alters und unterschiedlichem Bildungsstand: Lehrer, Studenten, Mütter, Väter, Angestellte, Unternehmer usw. Allen gemeinsam ist der Wunsch nach einer Lösung ihrer Beziehungsprobleme.

Manches wird sich trotzdem nie ändern

Auch wenn Veränderung in jeder Beziehung möglich ist, manche negative Muster sind hartnäckig und bleiben auch weiterhin bestehen. Oft helfen weder ein Coach noch liebevolle bis wütende Bemühungen der Partner das Problem zu beseitigen. Die Frage ist: Soll Mann / Frau bis ins Unendliche weiterkämpfen, resignieren oder neue Wege gehen?

Unlösbare von lösbaren Problemen unterscheiden

Kategorie A: Eindeutig unlösbare Probleme

In vielen Beziehungen treten unlösbare Probleme auf. Ein durch Unfruchtbarkeit oder Zeugnisunfähigkeit verhinderter Kinderwunsch, eine chronische Krankheit, Behinderung oder altersbedingte Beeinträchtigungen lassen sich nicht einfach ausblenden und stellen ganz besondere Herausforderungen im gegenseitigen Umgang dar. Manche Paare scheitern an diesen Hürden und die Beziehung geht zu Ende. Bei anderen Paaren wiederum wächst und vertieft sich die Liebe sogar, auch wenn das Problem bleibt oder sogar schlimmer wird. Von diesen Paaren können wir eine Menge lernen!

Kategorie B: Lösbare Probleme

Ein Mann kann lernen wie man Shorts auch ohne Kniestrümpfe und Sandalen kombinieren kann, warum ein Museumsbesuch nicht weh tut, dass schmutzige Wäsche nicht zur Wohnraumdekoration gehört und Freizeitgestaltung auch ohne Sportsendungen möglich ist.

Eine Frau kann sich daran gewöhnen, dass sie für ihn immer ausreichend Kleidung besitzt und er nie Gefallen am Einkaufen finden wird. Dass Mann auf der Hand liegende indirekte Fragen genauso wenig versteht wie subtile, indirekte Fragen und es lieber simpel hält.

Ein Paar, das keine Zeit für gegenseitigen Austausch findet, kann einen Zeitpunkt vereinbaren und sich daran halten. In einer Beziehung, in der es beiden Partnern an Energie fehlt, kann eine Putzfrau oder ein Babysitter Abhilfe schaffen – sofern die Putzfrau/das Kindermädchen nicht ein Symbol des Versagen darstellte, da das Paar den Anspruch erhebt, alles selber machen zu müssen.

Kategorie C: Weder lösbare noch eindeutig unlösbare Probleme

Das ist die Gruppe jener Probleme, die zwischen Gruppe A und B liegen. Hinter ihnen liegt etwas Tieferes als das vordergründig negative Verhalten. Es sind jene Probleme, in denen eine individuelle Veranlagung, Charakterstruktur oder Lebensgeschichte zum Ausdruck kommt.

Typische, scheinbar lösbare und dennoch unlösbare Probleme bei mir im Paarcoaching sind:

  • Der stumme Mann soll mehr über sich und seine Gefühle sprechen.
  • Die passive Frau soll beim Sex aktiver werden.
  • Der Unordentliche soll ordentlich werden.
  • Der Prozessorientierte soll impulsiver sein.
  • Der analytische Logiker soll querdenken.
  • Die ängstliche Frau soll einen mutigeren Umgang im Alltag zeigen usw.

In der – aus unserer Sicht – verständlichen Annahme, solche tiefer liegenden Probleme wären lösbar, sagen wir zu unseren Partnern Dinge wie:

  • „Rede doch mehr über dich und darüber, wie es dir geht!“
  • „Zeig mehr Gefühl!“
  • „Ich sag dir doch zum tausendsten Mal, du sollst die Kastentüren schließen!“
  • „Warum bist du so unflexibel? Sei doch mal spontan!“
  • „Wieso verstehst du mich nicht?“
  • „Bist du denn blind, warum siehst du das nicht?“
  • „Sei nicht so ängstlich!“

Wir verlangen ein Ab- oder Angewöhnen, ein anderes, neues Verhalten, ein Verändern, doch egal wie wir es drehen und wenden, das Problem bleibt. In solchen Fällen helfen die Strategien von Paaren aus Gruppe A der unlösbaren Probleme weiter.

4 Erfolgstrategien von Paaren mit unlösbaren Problemen

Erfolgstrategie 1: Akzeptanz des Problems als „Schlag des Schicksals“

Paare mit unlösbaren Problemen finden keine Lösung, in dem sie diese mit biegen und brechen ändern wollen, sondern dadurch, dass beide es annehmen und in Liebe tragen lernen. Beide Partner entschließen sich, möglichst gut damit zu leben. Auch wenn es nicht weg ist – dadurch erschließt sich Neues!

Sie machen keinerlei Schuldzuschreibungen, sie sagen nicht „Hör auf krank oder behindert zu sein“ sondern sagen  „Es hat uns das beide getroffen“.

Erfolgsstrategie 2: Abschied nehmen vom Zustand vor dem Problem

Paare mit unlösbaren Problemen halten nicht an der Vergangenheit fest. Der nicht erfüllte Kinderwunsch, mangelnde Gesundheit, Alterserscheinungen oder der Verlust einer Ressource werden als neue Realität akzeptiert und gelebt.

Natürlich dauert dies seine Zeit und geschieht nicht ohne Schwierigkeiten. In der ersten Phase ist es hilfreich, die aufkommenden Gefühle zuzulassen, der Wut, dem Schmerz, der Auflehnung dagegen zunächst Raum zu bieten. Freunde, Familie, Berater und Therapeuten können helfen, die neuen Gegebenheiten akzeptieren zu lernen.

Erfolgsstrategie 3: Anerkennen, Verstehen

Der Problemverursacher anerkennt, was dem anderen zugemutet wird, und zeigt Dankbarkeit und Achtung vor der Herausforderung, die er damit für sein Gegenüber darstellt. Der Betroffene zeigt Geduld und Verständnis mit den Einschränkungen seines Partners.

Erfolgsstrategie 4: Das Problem als Entwicklungsaufgabe

Partner haben gelernt, das Problem als eine neue Herausforderung ihrer Entwicklung zu verstehen. Glückliche Paare mit unlösbaren Problemen haben auf die folgenden Fragen eine Antwort gefunden:

  • Wofür könnte das Problem einmal gut gewesen sein?
  • Warum fordert uns das Problem heraus? Was haben wir bisher vermieden?
  • Welche Botschaft an dich und mich hat dieses Problem?
  • Welcher Auftrag für mein Leben und die Gestaltung unseres Lebens liegt in diesem Problem?

Wie wir von Paaren mit eindeutig unlösbaren Problemen lernen können

Jemand, der in einer Partnerschaft mit einem Problem der Kategorie C – weder eindeutig lösbar noch eindeutig unlösbare Probleme – konfrontiert ist, könnte jetzt denken: „Ja, aber es ist doch etwas völlig anderes, wenn jemand eine chronische Krankheit hat oder ob mein Partner chronisch zu spät kommt.“

Kann sein, muss aber nicht. Wenn dem Zuspätkommen eine wichtige persönliche Erfahrung, eine Geschichte oder eine individuelle Veranlagung zu Grunde liegt, macht es für den Verursacher keinen Unterschied, ob man sich in diesem Punkt rein theoretisch ändern könnte. Man könnte, er/sie tut es aber nicht. An dieser Stelle ist Resignation die schlechteste Wahl, denn durch Resignation geht Liebe meist mehr dahin als im dauernden Kampf.

Wer seinen Partner, trotz eines bleibenden Problems, weiter lieben möchte, anerkennt sein Verhalten wie einen Schicksalsschlag, der nicht gänzlich zu ändern sein wird. Anerkennt den wunden Punkt seines Gegenübers. Umgekehrt entspannt das Eingeständnis des Problemverursachers seinerseits den wunden Punkt des Partners.

Beispiel:

Ein Mann der seine Partnerin beispielsweise als überempfindlich erlebt, könnte statt “Geh bitte, sei doch nicht immer so empfindlich, wozu das Theater?“ sagen: „Ich weiß, das ist ein wunder Punkt von dir“. Die Frau kann sich diese Empfindlichkeit eingestehen und erwidern: „Ja stimmt, diesbezüglich bin ich wirklich empfindlich. Ich kann mir vorstellen, dass du damit oft schwer zurecht ommst…“

Die positive Kehrseite von Problemen oder: Jedes Ding hat zwei Seiten

Wir vergessen im Lauf der Zeit, was uns ursprünglich angezogen hat und übersehen die positiven Aspekte individueller Veranlagungen unserer Partner. Fast jedes Problemverhalten hat auch eine positive Seite und sehr häufig wählen wir unsere Partner nicht trotz der Macken, sondern gerade weil sie so veranlagt sind.

  • Der stumme Mann, der nicht über seine Gefühle spricht, strahlt Ruhe aus und ist für sie ein Fels in der Brandung.
  • Der kontrollierende Mann hat starke Bindungskraft, ist besonders verlässlich und steht zu ihr, egal was kommt.
  • Der Haushaltsmuffel, der alles rumliegen lässt und scheinbar keinen Sinn für praktische Dinge hat, ist besonders gedankenreich und hat tiefe Empfindungen.
  • Die übersensible Frau hat einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und geht sehr gefühlvoll mit ihren Kindern und den Menschen in ihrer Familie um.
  • Die chaotische Frau ist lebendig, kreativ und ein unterhaltsames Gegenüber.
  • Die sehr ängstliche Partnerin ist besonders anschmiegsam, traut ihm viel zu und stärkt damit sein Selbstvertrauen.

Alles hat zwei Seiten, nimmt man die eine, nimmt man automatisch die andere. Den idealen Partner gibt es, den perfekten Partner aber gibt es nicht. Gegenseitige Zustimmung, Vertrauen und die Einsicht darin, dass manches immer so bleiben wird und manchmal das, was uns am Gegenüber stört, auch das sein kann, was wir schätzen und lieben, entspannt die Gemüter, vertieft die Nähe und lässt ein Paar aneinander wachsen. Es ist besser in Liebe, als ständig im Recht zu sein!

Wunder geschehen – Was nicht sein muss, wird leichter möglich!

In einer Partnerschaft, in der beide Partner gelernt haben, die gegenseitigen Vorzüge weit über alle Nachteile zu schätzen, und ohne Fronten und gegenseitige Schuldzuweisungen auszukommen, wächst das Vertrauen stetig. Innerhalb solcher Verbindungen passiert es häufig, dass durch die gegenseitige Wertschätzung, Annahme und Liebe alte Muster in Bewegung geraten und unangenehme und bislang hartnäckige Probleme sich einfach plötzlich auflösen und verschwinden.

Apropos Paarcoaching Wien

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Profilbild von Dominik Borde
Dominik Borde, MSc (geb. 1971) ist einer der führenden Beziehungs-Coaches Europas und Gründer des Unternehmens Sozialdynamik mit Sitz in Wien. Der durch die International Coach Federation (ICF) zertifizierte Trainer und sein Team bieten Coaching- und Trainingsleistungen für Einzelpersonen und Paare, sowie – speziell für Führungskräfte entwickelte – Programme „Leadership 4.0“, „High Performance Coaching“ und „Executive Coaching“ an. In seiner Arbeit verwendet Borde unter anderem die von ihm entwickelte „360° Methode“ und das Konzept der „Sozialdynamik“, um die Eigenverantwortung des Einzelnen zu stärken und die Kommunikation innerhalb von Gruppen zu harmonisieren. Borde ist Autor zahlreicher Fachbücher und Videos zum Thema Beziehungsgestaltung und wird regelmäßig von internationalen Medien als Experte hinzugezogen.

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