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Trennung – ganz plötzlich: warum?

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    Anonym
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    Habe leider auch schon einige schmerzliche Erfahrungen machen müssen.

    Ich war knapp 20 Jahre verheiratet, als mich dann meine Frau verlies, zu einem anderen Mann ins Ausland zog und mich mit meinen 2 Teenie-Kids zurück ließ und selbst die Kinder seit dem kaum mehr Kontakt zur Mutter haben. Das ist jetzt knapp 2 1/2 Jahre her und wir alle haben diese Trennung schwer verkraftet. Bis vor einem Jahr kämpfte ich mich zurück ins Leben, brachte meine Kids wieder auf Spur und zurück in diese Schule…, dann auch mein Leben und lernte im Okt´14 durch Zufall eine großartige Frau kennen. Wir beide suchten nicht, fanden einander aber, es sprühten die Funken, verliebten uns sehr und schätzten die Nähe, Zärtlichkeit und Harmonie. Alles passte, es gab keinen nur kleinsten Grund zu zweifeln, dass das nichts werden könnte. Sie hat selbst 2 schon erwachsene Kids, geschieden, mochte meine Kinder, wir machten Pläne, harmonierten ungemein, der Sex passte, für mich hatte sich mein Traum erfüllt und ich wollte ihn leben – aber dann nach nur 3 Monaten das AUS. Aus einem SMS “brauch ein bisschen Zeit, melde mich, liebe Dich” wurde ein paar Tage später: “es ist aus, ich beende die Beziehung, ich fühle mich erdrückt” Es fällt mir unheimlich schwer, dies zu überwinden, obwohl es nur kurz war, aber sehr intensiv und schön und ich mein Herz dieser Frau geschenkt hatte und täglich das Gefühl vermittelt bekam, dass es bei ihr auch so sei.Wir hatten dann eine Aussprache mit einer Erklärung: “ich habe für mich beschlossen, alleine zu bleiben, hatte andere Erwartungen und Hoffnungen in die Partnerschaft gesetzt und jetzt lieber die Notbremse gezogen, weil wenn es nicht klappt es in 1/2 Jahr oder später noch schmerzvoller wird. Beziehungsunfähig, oder: warum so voraus zu denken? Reine Kopfentscheidung? Verbotene Liebe? Warum den Genuss nicht ausleben? Was kann in den nächsten Monaten, Jahren nicht alles passieren Jeder trägt sein Packerl mit sich, wenn er schon mal Familie hatte auch die Erziehung und Kindheit spielt sicher eine Rolle.Was mich so ungeheuer getroffen hat, war die plötzliche Kälte, Berechnung und das Kalkül und wie ich damit verletzt und gekränkt wurde, so a la – es gibt kein WIR mehr, meine Pläne haben sich geändert.Lieber jemanden anderen verletzen und sich damit eventuell selbst zu schützen?Ich denke, sehr viele Frauen mid-age mit bereits gemachten Erfahrungen, geschieden oder gescheiterten Beziehungen können und wollen Nähe und wirkliche Liebe gar nicht an sich heranlassen. Sie haben Angst, tiefgreifende Nähe und Partnerschaft zu leben, weil sie sich damit dem Liebsten gefühlsmäßig zu sehr annähern und ihre Verletzbarkeit zeigen würden. Schließlich wollen sie ihre Stärke und Selbstsicherheit zeigen – Feminismus ist ja soo wichtig…Diese Frauen lassen Gefühle gar nicht erst zu und lassen dies einen liebevollen Mann beinhart spüren, um die eigenen Schwächen zu leugnen.Versuche gerade mühevoll und in kleinsten Schritten, mich selbst wieder von diesem Schmerz und Liebeskummer zu erfangen, ertappe mich trotzdem immer wieder dabei, mich an gemeinsame gelebte und geliebte Dinge zu erinnern – aber ich muss loslassen lernen.Die Vergangenheit ist passe. Es kommt auch niemand, der einen aus dieser Lage rettet und befreit.Nur wenn ich an mich selbst glaube und auf vertraue, werde ich letztlich die innere Ruhe und Ausgeglichenheit haben, zu finden, wonach ich gesucht habe. Weniger von anderen erwarten, denn an sich selbst glauben und kämpfen und sich selbst ein wenig besser schützen, um nicht ganz so verletzlich so sein.

    Alles Gute an alle mit Liebeskummer – die Zeit heilt alle Wunden sagt man!Ich bin gerade dabei die 4 berühmten Trennungsphasen zu durch leben. Der Anfang war von Unverständnis, Nicht-Glauben-Wollen und manchmal Reaktionen geprägt, die die Hilf- und Ratlosigkeit unterstrichen. Nach einem offenen und aufrichtigen Trennungsgespräch folgte dann noch ein langes Mail mit den Gründen und auch noch ein Anruf von ihr, um sicher zu gehen, dass ich auch richtig verstanden habe und nicht zu sehr vor den Kopf gestoßen. Längerfristig helfen diese Erklärungen bestimmt, aber ganz kurzfristig war ich der Meinung, dass ich nun alles in Bewegung setzen muss, was uns vermeintlich an der Fortsetzung der Beziehung hindert und ändern, ummodeln und abschließen müsse. Daher habe ich Dinge losgetreten, die zwar langfristig in Planung waren zu tun, ich aber dachte, wenn ich es gleich mache, kann ich ihr zeigen, dass ich doch der Richtige bin.

    Ich kann nur sagen, das ist Blödsinn – ich darf und will so bleiben wie ich will und die Beziehung würde auf immer und ewig in Schieflage geraten, nicht mehr auf Augenhöhe, sondern so eine Art Mutter-Kind-Partnerschaft… wenn Du das so machst, hab ich dich wieder lieb, oder so?! Dann hatte sie noch um eine 4 wöchige Bedenkzeit gebeten, um nachzudenken, die ich natürlich nützen wollte. Was ich damit nur aber erreicht habe, war fast ein emotionales BurnOut, aus Verzweiflung über den drohenden Verlust alles in Bewegung gesetzt und mich dabei völlig übernommen. Da ich viel darüber lese, mir auch psychologische Unterstützung geholt habe und darüber reden kann mit Freunden, ist mir bewusst werden, alles wieder einzubremsen und mit kleinen Schritten des Erfolgs den Selbstwert wieder aufzurichten und an mich zu glauben.Jetzt denke ich schon mit ein wenig mehr Abstand auf die Beziehung zurück und denke, dass die von ihr gezogene Notbremse richtig war, wenn es auch mental und für uns persönlich extrem schmerzt. So wie es zwischen uns gefunkt hat und wie intensiv und schön die Zeit auch war, der Alltag hätte uns eingeholt. Zunächst wollten wir es nicht wahrhaben, haben alles versucht, es passend zu machen, uns auch überall bei den Familien und Freunden den Rückhalt und eine zusätzliche Bestätigung holen wollen, aber die Lebensabschnitte, Vorstellungen, Erwartungen und Hoffnungen liegen bei ihr ganz in anderen Bereichen als bei mir. Sie ist durch, hat 2 erwachsene Kinder auf eigenen Beinen, ich 2 Teenies und einen senilen Vater und kümmere mich um alles ganz alleine. Da einzusteigen ist eine Herausforderung, die man sich glaub ich gut überlegt.Wenn dann noch ein komplett konträr verlaufendes Vorleben und Gewohnheiten dazu kommen, wird die Sache noch komplexer. Trotz großer Anpassungsfähigkeit und Kompromissen von beiden Seiten spielen 30 Jahre Leben bei diesen Schritten in einen neuen Lebensabschnitt eine sehr große Rolle und was anfangs noch auf die leichte Schulter genommen wird, kann bald zu Zwist und Streit führen, gerade auch im Zusammenleben mit Teenager-Kindern, die sich an Abläufe gewöhnt haben und wenig Verständnis aufbringen würden, wegen einer fremden Frau Gewohnheiten zu ändern. Wenn die Beziehung dann später bricht, dann ist der Schaden vielleicht nicht mehr reparabel – Freundin weg, Kids weg und ich – sammle die Trümmer des Lebens ein.

    Auch wenn es mir persönlich sehr sehr schwer fällt, diesen von mir über alles geliebten Menschen loszulassen, wird es die einzige Möglichkeit sein, dann bald wieder Licht am Ende des Tunnels zu sehen, in dem ich wieder mal bin. Letztlich werden die schönen Erinnerungen bleiben, der Schmerz nachlassen, das Tal der Tränen durchschritten sein, die Trauer weichen und dieser besondere Lebensabschnitt als Baustein für den nächsten Schritt dienen können. Ist man mit sich selbst zufrieden und scheins alles in Ordnung, herrscht der Stillstand – erst durch solche einschneidende Erlebnisse werden Änderungen möglich – wenn man sich nicht selbst aufgibt sondern an sich glaubt.

    Ich sehe  große Parallelen bei anderen Schilderungen im Netz und fühle mich bestätigt. Meine Freundin hatte die Notbremse gezogen, um für sich selbst, für mich und meinen Kindern Unheil, Streit, Zwist und Zank fernzuhalten. Sehr weise und vorausschauend. Habe wirklich große Hochachtung vor diesem geliebten Menschen. Ich bin sehr dankbar für die intensive wunderschöne Zeit mit ihr, werde sie mein Leben lang tief in meinem Herzen behalten. Ich dachte an die große Liebe, habe mir was vorgemacht, festhalten wollen, war verzweifelt und tief verletzt anfangs. Ich bin ein Herzensmensch, genieße das Geben und werde durch Wertschätzung meiner hingebungsvollen Art belohnt. Da fällt es schwer, loszulassen. Sie hat gelernt, zu kämpfen, konsequent kopflastig Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie manchmal schwer fallen, aber sich für sie durch die lange Erfahrung des Lebens als meist richtig herausgestellt haben.

    Junge Paare verlieben sich ineinander, stehen am Anfang und Interessen lassen sich leichter abstimmen und das gemeinsame Leben wird gestaltet. Mid-Age-Paare genießen die Unbeschwertheit, Verliebtheit, Sex und den Zauber, sicherlich noch intensiver, allerdings ereilt diese dann die Realität und der Alltag kann schon so sehr von unterschiedlichen Verhaltensweisen geprägt sein, die sich dann schwer übereinander legen lassen, ohne dass beide Partner sich anpassen bzw. einer sein Leben und seine Ziele, Pläne aufgeben, korrigieren müsste. In unserem Fall hätte ich dazugewonnen und sie hätte sich hingeben müssen, da meine Kids mit mir im gemeinsamen Haushalt wohnen und wir unsere Liebe nicht nur bei ihr leben hätten können. Das wollte sie nicht – 45, meist auf etwa 35 geschätzt, die erw. Kinder aus dem Haus, ist ihr Ziel, nur mehr das zu tun, was sie selbst glücklich macht. Fast 30 Jahre hat sie darauf hin gekämpft. .. dann trafen wir uns

    Es ist mir nicht leicht gefallen, wollte den unbeschreiblichen Moment für immer aufrecht halten. Ich habe in den letzten Wochen und Tagen viel über uns alles nachgedacht, anfangs natürlich voller Unverständnis, Überraschung und Entsetzen, traurig und verletzt weder ein noch aus gewusst, geweint – vielleicht weil ich mir was vor gemacht habe, hoffte den Platz für meine Seele gefunden zu haben, möglich zu euphorisch war und hoffnungsvoll, endlich die richtige Frau an meiner Seite zu haben, nicht mehr alleine zu sein und so geliebt zu werden wie ich bin, mich geborgen zu fühlen und auch so agiert – mein Herz auf der Zunge oder eben auf den Tasten (und da auch manche meiner Gefühlsregungen voreilig und unüberlegt dokumentiert … ;(. Sie hatte mir von ihrem Gefühls- und Gedankenchaos berichtet – bei ihr hat wohl der Kopf die Oberhand bekommen, bei mir das Herz und die Gefühle überhand behalten. Ich habe sie wohl erdrückt mit der vollen Macht meines Lebens.

    Ich hatte irren Liebeskummer und Herzschmerzen, mehr als man nach 3 Monaten Beziehung erwarten würde, aber wenn ich mich hingebe, mich entschieden habe, wirklich liebe, dann gebe ich alles und das für immer – und sie hat einfach mein Herz rasend schnell erobert und gewonnen! Das ist mir noch nie so passiert, aber sie hat mir das Gefühl vermittelt, dass ich es zulassen kann. Nach unserem ersten gemeinsamen langen Wochenende in einem tollen Hotel am Meer ist es um mich völlig geschehen. Aus dieser tief empfundenen Liebe und Verbindung dann wieder mal Horizont zu sehen ist sehr schwer, aber ich habe es letztlich geschafft und sehe diesen Schmerz nun als Ressource und Baustein für den nächsten Lebensabschnitt für mich an.

    Es war tatsächlich eine unglaubliche Anstrengung für sie, die Beziehung zu beenden, eine reine Kopfentscheidung, aber die Gefühle wehrten sich heftig. Während unseres langen Trennungsgesprächs zitterte sie am ganzen Körper, weinte, hielt meine Hand, wankte hin und her und quälte sich sehr, ich sah es wie schwer es ihr fiel, Schluss zu machen. Es hat doch keinen Sinn und bringt niemandem etwas, nicht anzuerkennen, nicht zu verzeihen, nicht loszulassen oder im Streit auseinander zu gehen. Ich werde diese Frau immer ganz tief in meinem Herzen tragen und nie ihre Liebe zu mir vergessen. Es gab ja in keiner Minute unserer Partnerschaft auch nur den kleinsten Moment des Zanks, Streits, kein Missverständnis, Konsens – alles war gut; also warum nachher schlecht reden. Bringt doch nichts. Wir sind beide vollster Hoffnung für eine Freundschaft auf ewig, wenn mal die Tränen trocken und die Gefühle sich beruhigt haben. … aber da schwingt noch was mit – wir spüren es beide, aber was, wird sich mit der Zeit zeigen.

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