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Trennung oder Beziehung retten – 11 Warnsignale des Scheiterns einer Beziehung

Streit in der Beziehung, verzweifeltes Paar

Ist meine Beziehung noch zu retten? Für immer mehr Paare stellt sich die Frage, ob ihre Beziehung noch zu retten ist oder ob sie sich lieber trennen sollen. Ob Sie mit Ihrem Partner auf Dauer zusammenpassen oder nicht, hängt von vielen Faktoren ab. In diesem Artikel erfahren Sie die Top 11 Anzeichen einer scheiternden Beziehung, und welche Fehler Sie unbedingt vermeiden sollten, wenn Sie ihre Beziehung retten wollen.

E gal, was in Ihrer Beziehung Ihnen Angst macht: Die Angst verlassen zu werden oder nach einer Trennung allein dazustehen, die Unsicherheit, die falsche Entscheidung könnte Sie womöglich die große Liebe kosten, oder aber die Angst, ewig so weitermachen zu müssen: Angst lähmt, macht handlungsunfähig und ist ein ganz schlechter Ratgeber!

„Im Meer der Liebe kannst du nur schwimmen, wenn du bereit bist, alle Ängste abzulegen – vor allem die Angst vorm Ertrinken.“

Beweisen Sie Mut: Egal, wie es ausgehen soll, gleichgültig, wie schwierig Ihr Partner auch sein mag, und unabhängig davon, wo genau Sie jetzt gerade stehen. Wenn Sie wirklich etwas in Ihrem Leben ändern wollen, stellen Sie sich zunächst einmal aktiv Ihren Beziehungsproblemen und schieben Sie die Verantwortung Ihres Liebeslebens nicht auf den Partner!

Trennung oder Beziehung retten? 11 Warnsignale, auf die Sie achten können

1. Mangelndes gegenseitiges Vertrauen

  • Drohungen: Droht beispielsweise einer der beiden Partner immer wieder damit, sich zu trennen, nimmt das gegenseitige Vertrauen in die Beziehung ab. Eine so geschwächte Bindung zerreißt besonders leicht.
  • Fremdgehen: Einen Vertrauensbruch wie dem Fremdgehen kann eine Beziehung nur dann überstehen, wenn beide Partner Verantwortung für den Bruch in der Beziehung übernehmen. Gegenseitige Vorhaltungen und Schuldzuweisungen führen NIEMALS zu mehr Nähe, sondern bringen ein Paar immer weiter auseinander. Anhaltende und ständige Untreue killt jede Beziehung.
  • Schlecht reden: Auch wer vor anderen (Freunde, Familie, Bekannte) schlecht über seinen Partner spricht, verhält sich nicht loyal und zerstört damit auf Dauer jegliches Vertrauen.

Lassen Sie sich nicht vorschnell zu Äußerungen oder Handlungen unterhalb der Gürtellinie hinreißen, die einen nachhaltigen Schaden in ihrer Beziehung anrichten könnten. Wenn es trotzdem mal passiert, verzichten Sie nicht-  aus falschem Stolz – darauf, Ihrem Partner mitzuteilen, dass es Ihnen ehrlich leidtut.

Mangelnde Ehrlichkeit und unterdrückte Liebe schaden einer Beziehung auf Dauer mehr, als alles andere. Gerade bei Männern, aber auch bei Frauen, sitzt der Schmerz einer unvorsichtigen Bemerkung oft jahrelang sehr tief und beeinflusst unnötig das gesamte weitere, gemeinsame Leben.

2. Wenig Engagement für das gemeinsame Leben

Wichtige Entscheidungen im Alleingang: Wenn einer der Partner wichtige Entscheidungen, die Zukunft betreffend (z.B. eine berufliche Veränderung, größere Anschaffungen etc.) meist im Alleingang fällt und die Bedürfnisse des Partners übersieht, ist sein Engagement für die Paarbeziehung zu gering. In einer intakten Liebesbeziehung nehmen die Partner Rücksicht aufeinander und planen Zukünftiges im Einklang mit den gemeinsamen Interessen und Zielen.

Stimmen Sie sich unbedingt mit Ihrem Partner vorher ab, bevor Sie wichtige Entscheidungen treffen, selbst wenn Sie bereits sicher sind, was das Beste für Sie ist.

3. Dem Partner keine Freiheiten gönnen bzw. einengen

  • Wenig Freiraum: In einer intakten Beziehung ist Raum für persönliche Wünsche und Bedürfnisse. Wenn einer der Partner das Gefühl bekommt, seine persönlichen Vorlieben, Vorstellungen oder Wünsche hätten innerhalb der Beziehung keinen Platz mehr oder würden womöglich auf Ablehnung stoßen, wird es für gegenseitige Liebe bald zu eng.
  • Wenig Akzeptanz: Jeder Mensch, auch Ihr Partner, ist in manchen Bereichen völlig anders als Sie. Gönnen Sie sich und Ihrem Schatz ausreichend Freiraum für eigenständiges Handeln und Denken!

Denken Sie daran, gegenseitige Unterschiede können, sofern sie nicht als Bedrohung angesehen werden, die Beziehung beleben und bereichern.

4. Mangelnder gegenseitiger Respekt

  • Geschmäcker sind verschieden: Egal, ob es sich dabei um die Lieblingshose, den unterschiedlichen Geschmack bei der Einrichtung, die Freunde und Familie Ihres Partners oder ein – Ihnen völlig fremdes – Interesse handelt: Behandeln Sie das, was Ihr Partner in die Beziehung mitbringt, mit Respekt!
  • Den Partner ändern wollen: Wenn Sie denken, Sie müssten Ihren Liebling umerziehen, damit er oder sie besser zu Ihnen passt, lassen Sie es lieber bleiben. Menschen reagieren besonders empfindlich und sind leicht gekränkt, wenn es um ihre persönlichen Vorlieben geht.

Humor zu haben ist wichtig, aber machen Sie Ihren Partner niemals lächerlich. Entschuldigen Sie sich, wenn Sie Ihren Partner gekränkt haben, selbst wenn Sie es nicht böse gemeint haben. Tun Sie das Empfinden Ihren Partners nicht mit Worten ab wie: „War ja nur Spaß! Sei nicht so humorlos!“

5. Geheimniskrämerei

Jeder Mensch hat so seine Geheimnisse und Dinge, die er nicht unbedingt mit der Welt teilen möchte, so weit, so gut. Wenn Sie jedoch Ihren Partner über das, was Sie im Innersten bewegt und beschäftigt, nicht ausreichend informieren , fühlt sich der Mensch an Ihrer Seite zunehmend ausgeschlossen. Zudem kommt, dass Sie sich von jemanden, dem Sie Ihr wahres Ich, aus Angst nicht verstanden oder abgelehnt zu werden, vorenthalten, kaum bis gar nicht geliebt fühlen können!

Riskieren Sie lieber mal nicht verstanden oder abgelehnt zu werden, zu Gunsten der Möglichkeit, zu wachsen.

6. Mangelnde Selbstachtung

Wenn jemand sich ständig gehen lässt, nicht auf seinen Körper achtet oder daheim nur faul rumsitzt, ist das oft der Anfang vom Ende. Noch schlimmer wird es, wenn ein Partner keine Kontrolle mehr über seinen Alkoholkonsum und seine Launen hat oder eine besondere Herausforderung, wie zum Beispiel einen Jobverlust, nicht annimmt. Nimmt dies Überhand, wird es schwierig sein, ihn oder sie zu achten.

Die einzige Möglichkeit, eine Liebesbeziehung dauerhaft zu verbessern, ist: Jeder der Partner erhöht zunächst den Standard an sich selbst – und NICHT den an den Partner!

Behandeln Sie sich selbst zunächst so, wie Sie es am Anfang der Beziehung getan haben, und achten Sie auf sich. Von der Körperpflege bis zum Wochenendoutfit, gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Ohne gegenseitige Achtung hat Ihre Beziehung keine erstrebenswerte Zukunft

7. Mangelnde Gemeinsamkeiten

Wenn ein Paar gemeinsam nur mehr familiären oder gesellschaftlichen Verpflichtungen nachkommt, sich privat wenig zu sagen hat und die beide immer öfter getrennte Wege gehen, ist bereits „Feuer am Dach“. Planen Sie gemeinsame Aktivitäten und Zeiten ein, bei denen Sie sich nur zu zweit begegnen. Auch Kinder und Freunde sollten öfter mal nur beschränkt Zugang zum intimen Beziehungsraum des Paares haben.

Schaffen Sie Gelegenheiten, das zu Pflegen, was Ihre Liebe ursprünglich entstehen hat lassen. Falls Sie und Ihr Partner schon vergessen haben, was das war, nehmen Sie dringend Rat und Hilfe in Anspruch!

8. Stark gegensätzliche Lebensplanung

Ist der eine ein bodenständiger Typ, der gerne daheim hockt, und der andere eher jemand, der keine Minute lang ruhig sitzen bleiben kann, führt das meist zu Schwierigkeiten. Ohne gegenseitige Kompromissbereitschaft lassen sich solche Probleme kaum lösen. Besonders schwierig wird es bei den größeren Lebensthemen, wenn zum Beispiel einer der Partner unbedingt heiraten möchte, während der andere die Ehe gänzlich ablehnt, oder wenn ein Kinderwunsch nur einseitig besteht.

Das Gespräch mit einem professionellen Berater hilft Ihnen dabei, eine klarere Sicht zu bekommen, Ihre Wünsche sinnvoll auszusprechen und schließlich eine Entscheidung herbeizuführen. Lassen sich derart wichtige Lebensziele nicht vereinbaren, ist eine Trennung langfristig oft die glücklichere Entscheidung.

9. Nichts zu lachen

Ein Hauptkriterium einer langfristig glücklichen Beziehung ist es, gemeinsam über vieles lachen zu können. Wenn Ihnen daheim nur noch das Gesicht einschläft und der Zynismus den Humor weitgehend verdrängt hat, sollten bei Ihnen die Alarmglocken läuten. In einer glücklichen Beziehung gibt es, trotz aller Probleme, immer wieder mal was zu lachen.

Erwecken Sie Ihren Spieltrieb und finden Sie Wege, sich gegenseitig Spaß zu machen.


Erinnern Sie sich an den Anfang Ihrer Beziehung zurück, an die Zeit, in der Sie sich auch gegenseitig mal liebevoll auf den Arm genommen haben, gemeinsam mitten in der Nacht kichern konnten und Ihnen die Vorfreude auf Zeit zu zweit, ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat. Nehmen Sie die Probleme Ihres Alltags in die Hand, aber nicht zu ernst. Mit Humor wird Ihr Alltag um vieles leichter.

10. Mangelnde Nähe, Sex und Leidenschaft

Sex geht vor Liebe! Ja, Sie haben richtig gelesen! Wenn in einer Beziehung der Sex einschläft, obwohl beide Partner grundsätzlich dazu in der Lage wären, geht es nach und nach auch mit der Liebe bergab. Wir verlieben uns als Mann und Frau ineinander und NICHT als Finanzplaner, Firmenpartner, Wohnraumgestalter, Kinderbetreuer, Zimmergenossen oder beste Freunde. Wenn Paare sich nicht mehr berühren wollen, oder ein Partner gar Abneigung empfindet, sobald der andere seine Nähe sucht, ist das ein eindeutiges Anzeichen für eine scheiternde Beziehung. In solchen Fällen sollten Sie sich ehrlich eingestehen, dass es nicht an der Arbeit oder den Umständen liegt, sondern daran, dass Sie es so, wie es zwischen Ihnen gerade läuft, nicht wollen.

Letztlich liegt es an Ihnen, Ihre Bedürfnisse und Wünsche anzusprechen und gemeinsam mit Ihrem Partner das, was Sie ursprünglich als Paar zusammengeführt hat, zurückzuerobern.

Sehr häufig erscheint es uns schwierig, intime Wünsche oder Abweichungen vom bisherigen Repertoire mit dem Partner zu besprechen. Die Angst, für das, was uns Lust macht, belächelt zu werden oder schlimmer noch, auf Ablehnung zu stoßen, hemmt. Ein geschulter Berater kann Sie alleine oder auch gemeinsam mit Ihrem Partner dabei unterstützen, intime Wünsche auszudrücken und spielerisch Neues zu wagen.

11. Die Hauptursache für das Scheitern einer Beziehung

Solange Sie bereit sind, das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und etwas für Ihr Glück zu tun, lenken Sie Ihr Schicksal. Sobald Sie es aus der Hand geben, indem Sie sagen: “Ich kann es nicht ändern, weil mein Partner an allem Schuld hat!“, sind Sie dem, was kommt, als Opfer der Umstände, ausgeliefert.

Lautstarke Streitereien, zerbrochenes Geschirr, ja selbst Anwalts- oder Scheidungstermine bedeuten noch lange NICHT das Aus Ihrer Beziehung.

Das unbedingte Aus Ihrer Beziehung erkennen Sie nicht an heftigen Auseinandersetzungen oder „Mir reicht es! Ich mach Schluss!”-Bekundungen. Im Krieg sind die Parteien besonders eng verbunden (nicht in Liebe, sondern im Hass) und solange der Krieg tobt, gibt es eine Chance, ein Paar wieder liebevoll miteinander zu verbinden.

Apropos Beziehung retten

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Profilbild von Dominik Borde
Dominik Borde, MSc (geb. 1971) ist einer der führenden Beziehungs-Coaches Europas und Gründer des Unternehmens Sozialdynamik mit Sitz in Wien. Der durch die International Coach Federation (ICF) zertifizierte Trainer und sein Team bieten Coaching- und Trainingsleistungen für Einzelpersonen und Paare, sowie – speziell für Führungskräfte entwickelte – Programme „Leadership 4.0“, „High Performance Coaching“ und „Executive Coaching“ an. In seiner Arbeit verwendet Borde unter anderem die von ihm entwickelte „360° Methode“ und das Konzept der „Sozialdynamik“, um die Eigenverantwortung des Einzelnen zu stärken und die Kommunikation innerhalb von Gruppen zu harmonisieren. Borde ist Autor zahlreicher Fachbücher und Videos zum Thema Beziehungsgestaltung und wird regelmäßig von internationalen Medien als Experte hinzugezogen.

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