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Fremdgeher entlarven – Wie du untreue Partner erkennst

Dominik: Hallo! Heute wieder da mit der Patricia Staniek. Ihres Zeichens: Kriminologin, Coach, Profilerin und SBI. Erklär mal, was dieses SBI überhaupt bedeutet!

Patricia: SBI: Intelligence-Analyst steht für suspicious behaviour. Meine Aufgabe ist es, im Sicherheitsbereich aus großen Menschenmengen Menschen herauszufiltern, die sich suspekt oder auffällig/unauffällig verhalten.

Dominik: Super! Und damit sind wir genau beim Thema, denn wir wollen heute wissen: Woran erkenne ich einen untreuen Partner? Woran erkenne ich, dass mein Partner fremdgeht? Und vielleicht auch: Was kann ich tun, wenn ich selber fremdgehen möchte, um das sozusagen zu kaschieren? Also für alle, die es interessiert: gut aufgepasst, was die Patricia dazu zu sagen hat. Patricia, wir legen gleich los! Woran erkenne ich einen untreuen Partner? Gibt’s einen Unterschied zwischen Männern und Frauen, wenn sie untreu sind? Was kannst du uns dazu sagen?

Patricia: Ist eine ganz interessante Thematik, weil ich habe so ein hohes Selbstbewusstsein, dass ich gar nicht davon ausgehe, dass mich jemals der Partner betrogen hätte oder er es tut. Und ich bin bei Gott nicht naiv, aber ich weiß, dass ich gut bin. Und das ist der Unterschied.

Dominik: Ich hoffe, ich mache dich jetzt nicht nervös mit der Frage.

Patricia: Nein, nein. Überhaupt nicht. Überhaupt nicht. Ich habe auch nicht allzu viel über diese Thematik nachgedacht; bin aber mit dieser Thematik in der letzten Zeit, also ständig konfrontiert: Da tut sich immer wieder Neues auf. Im Grunde genommen sind die Anzeichen – die liegen eh oft auf der Hand, ja? Partner, die sich eine längere Zeit nicht wirklich gepflegt haben, beginnen sich dann zu pflegen; die SMS-Flut nimmt zu; die Heimlichtuerei nimmt zu, soll aber verborgen werden und meistens wird’s dann eh schlecht verborgen. Bei mir ist es halt so, dass ich das auch sehr, sehr gut an der Mimik erkennen kann, ja? Mir ist zum Beispiel passiert, dass ich mit meinem Mann bei Bekannten zum Abendessen war und plötzlich kam dieses Thema von der Gastgeberin: Treue. Und ihr Mann hat kein Wort dazu gesagt. Musste er auch nicht. Weil im Gesicht ist gestanden: guilty! Schuldig! Sowas von schuldig! Jetzt kann man sagen: Das ist eine Hypothese. Natürlich ist es eine Hypothese, aber ich schwöre, dass – wenn ich mich auf das Thema eingelassen hätte, da etwas zutage gekommen wäre. Also auch da ist es so: Ich muss immer schauen: Was ist denn das Verhalten, das mein Partner, üblicherweise, mir gegenüber zeigt? Ich glaube, es ist gar nicht so viel anders als das, worüber wir vorher gesprochen haben – Wahrheit oder Lüge. Ein Partner, der fremdgeht und der das nicht allzu oft gemacht hat, der da nicht sehr professionell in diesen Dingen ist, wird in irgendwelchen Formen abweichendes Verhalten zeigen. Der wird vielleicht beginnen, Wäsche zu verstecken; er wird vielleicht geheimnisvoller sein, anstatt sich normal zu verhalten, wie er es tun sollte.

Dominik: Das heißt, da gilt das Gleiche – für alle, die es nicht gesehen haben: Es gibt noch ein weiteres Video mit der Patricia und da geht’s darum, die Wahrheit sagen oder lügen und woran ich Lügen erkenne; also, das Alltagsverhalten des Partners quasi, sozusagen, herzunehmen als die Baseline und dann zu schauen: Gibt’s irgendwelche herausragenden Dinge, die durchaus anders sind? Und dann vielleicht noch den Partner dazu befragen und schauen: Wie reagiert er darauf?
Wie gesagt: Schaut ihr euch das Video an, dann seht ihr, woran ihr Lügen erkennen könnt. Jetzt weißt du es, wer geht mehr fremd? Männer oder Frauen? Oder wer neigt mehr dazu, sozusagen, das Thema Untreue ein bisschen zu kaschieren? Hast du da Erfahrungen aus deiner Praxis?

Patricia: Ja. Ich glaube, dass es mittlerweile sich bald die Waage hält. Früher waren’s mehr die Männer, bzw. es waren mehr die Männer, bei denen es aufgeflogen ist.

Dominik: Das heißt, die Frauen lügen besser?

Patricia: Naja…ja. Ich könnte das mir so vorstellen, ich gehe davon aus. Also, wir reden grundsätzlich von Menschen und Menschen verhalten sich im jeweiligen Kontext irgendwie. Ich glaube auch, dass die Zahl der Frauen, die fremdgehen, im Steigen ist, weil – das weißt du als Beziehungscoach – sehr viel Beziehungsunmut auch da ist. Partner in Beziehungen fühlen sich irgendwann mal vernachlässigt, fühlen sich ungeliebt, fühlen sich nicht mehr wahrgenommen und dann kommt einer – und vielleicht ist er auch ein Blender, wie auch immer – und der erzählt dir genau das, was dir dein eigener Partner schon lange nicht mehr gesagt hat und er beginnt dann so, deine leeren Fässer in dir aufzufüllen und dann passiert’s!

Dominik: Und dann passiert’s.

Patricia: Ob’s dann für länger was daraus wird oder ob es eine einmalige Geschichte ist, keine Ahnung. Ich kenne die Hintergründe nicht, aber ich gehe davon aus, dass Männer und Frauen das gleichermaßen tun.

Dominik: Es gibt ja diesen Spruch, dass der Täter den Tatort immer wieder besucht, bzw. dass er Dinge tut, bei denen er sich fast quasi schon bewusst verrät. Also fast schon will, dass das durchsickert. Ich habe das oft gesehen, auch in Paarbeziehungen, dass jetzt die Partnerin, die plötzlich den jungen Liebhaber hat – ich meine, die könnte es schlauer machen, aber sie hört dann plötzlich permanent den Song, den sie mit dem gehört hat. Oder tut andere Dinge. Stimmt das wirklich? Haben wir Menschen die Tendenz, dass wir gar nicht lügen wollen? Oder dass wir, sozusagen, die Wahrheit irgendwie so versuchen, ans Tageslicht zu befördern? Dass wir es irgendwie versuchen, dem anderen zu zeigen: Du, da gibt’s vielleicht etwas, worauf du achten solltest. Wie siehst du das?

Patricia: Ich sehe das schon so. Da hast du vollkommen recht. Aber ich gehe davon aus, dass das mehrere Gründe haben kann. Also, ich möchte, dass du es entdeckst, weil ich geliebt werden möchte. Zum einen. Ich möchte dir auch wehtun, denn das Verhalten, was du mir gegenüber zeigst, tut mir weh. Vielleicht ist es auch ein Wink mit dem Zaunpfahl, aber es ist definitiv da. Manchmal ist es bei Leuten, wenn die mir nur was erzählen, schon so offensichtlich, dass ich mir denke: Der andere muss es doch merken und dann ist die Frage: Will der andere das überhaupt merken?

Dominik: Genau.

Patricia: Will ich das auch sehen? Denn ich kenne auch durchaus sehr viele, die bei diesen Dingen wegschauen. Oder die tatsächlich auch eine andere Einstellung dazu haben. Weil du vorher gefragt hast: „Woran erkenne, woran mache ich das fest?“ Mir ist gerade was eingefallen, was mein Mann mal gesagt hat. Und zwar habe ich mich bei meinem Mann mal beschwert, nachdem Freunde da gewesen waren, und habe gesagt: Bitte, siehst du das? Er küsst sie alle 3 Minuten und die sind genauso lang wie wir verheiratet. Also wir sind jetzt fast 33 Jahre zusammen und die waren auch schon ziemlich lange verheiratet. Schau, er streichelt ihr dauernd die Hand, er küsst sie dauernd und nach jedem Gang sagt er: „Ich liebe dich.“

Dominik: Vielleicht möchte er sie beschwichtigen.

Patricia: Das war der Punkt. Und ich habe zu meinem Mann gesagt: Du hast mir das letzte Mal „Ich liebe dich“ gesagt, als wir geheiratet haben. Und er sagt darauf: Wenn sich was geändert hätte, hätte ich’s dir eh gesagt und andererseits, Frau Profilerin: Hast du genau hingeschaut? Willst du, dass ich nach jedem Gang, nach der Suppe, nach der Hauptspeise und nach dem Dessert sage: „Ich liebe dich“ aber dafür mit der Nächsten ins Bett hüpfe? Hast du genau hingeschaut, was sich da abspielt? Alles, was dieser Mann macht, ist nicht echt und authentisch. Der kaschiert. Du hast keine Beziehung vor dir. Und dann habe ich darüber nachgedacht und gesagt: „Ja, du hast vollkommen Recht.“ Eine Beziehung besteht nicht aus Worten, sondern sie besteht tatsächlich aus Taten. Denn wenn ich zu Hause dreimal huste, rennt mein Mann und presst mir einen Orangensaft frisch aus. Und das ist wesentlich mehr wert, als wenn ein anderer mir sagt: „Ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich“ und es ist aber nichts dahinter. Und das ist der Tipp, den ich mitgeben möchte: Dass die Leute schauen, was der andere Partner für einen und für die Beziehung tut; und ob das authentisch ist.

Dominik: Also, ob er etwas in die Beziehung investiert. Da gibt’s diese interessante Story, dass Paare, kurz bevor sie scheitern – da wird ganz viel auf Facebook und in den Medien gepostet: „Wir sind so glücklich“, „Bei uns ist alles super“ und in Wirklichkeit ist das nur hohl und dahinter ist schon die große Krise… das heißt, das ist so eine ähnliche Geschichte? Das heißt, wenn er dir quasi plötzlich besondere Aufmerksamkeit gibt und dauernd Blumen mitbringt und sagt: „Schau Schatzi, ich habe dich so lieb“ oder umgekehrt ja? Dann ist möglicherweise das sozusagen dazu da, um ein Verhalten oder etwas im Hintergrund zu kaschieren, würdest du sagen? Das ist eine Auffälligkeit.

Patricia: Ja. Das ist ein Phänomen wie bei Krebs. Das hat man oft, wenn Leute Chemotherapie machen, dann danach sind sie noch eine Zeitlang krank und auf einmal geht’s denen so super gut, wie es denen vorher noch nie gegangen ist, und plötzlich der ist verstorben. Das ist dieses… es pusht sich nochmal auf, das lebt nochmal auf und dann bricht es in sich zusammen. Und so ist es in Beziehungen auch oder auch in Unternehmen. Vor Kurzem haben wir wieder so ein Phänomen gehabt, wo man mich dann geholt hat und gesagt hat: Irgendwas ist da. Ich bin hineingegangen und habe gesagt: „Das ist Scheinharmonie vom Feinsten.“

Dominik: Scheinharmonie. Das ist ein gutes Wort! Das heißt: Wenn du deinen Partner betrügen möchtest und nicht willst, dass er draufkommt, behandle ihn einfach so schlecht wie ansonsten auch.

Patricia: Genau. Oder vielleicht noch schlechter.

Dominik: Oder sogar noch schlechter! Okay, gut. Frage: Gibt’s eine Möglichkeit, die Treue eines Menschen oder eines Partners – also dieses Thema: Loyalität – zu testen? Denn das werde ich oft auch gefragt. Weil… es ist jetzt nicht immer so, dass ich eine Baseline habe, von der ich ausgehen kann: „Wir wohnen seit 3 Jahren zusammen und ich weiß, wie er sich oder wie sie sich im Alltag zu mir verhält“, sondern ich lerne jemand Neuen kennen. Woran erkenne ich, ob das ein Mensch ist, mit dem Monogamie überhaupt lebbar ist? Gibt’s Anzeichen oder kann ich das irgendwie testen oder kann ich Fragen stellen? Was kann ich tun in dem Bereich?

Patricia: Naja. Wenn ich testen muss, dann gehe ich schon davon aus, dass Vertrauen nicht da ist.

Dominik: Oder ich habe keines. Es gibt Leute, die grundsätzlich keines haben und alles testen wollen. So ein bisschen auf Kontrolle.

Patricia: Ich tue es mir damit echt schwer. Ich sage: Wenn ich kein Vertrauen habe und jetzt beginne ich schon im Vorfeld, bevor aus einem Pflänzchen eine Pflanze gewachsen ist, herumzuschnüffeln und zu schauen und zu hinterfragen und anzuschauen… die Beziehung, die kann nichts werden.

Dominik: Das stimmt. Weil der Eifersüchtige, kriegt meistens das, was er am meisten befürchtet.

Patricia: Genau. Die selbsterfüllende Prophezeiung: du gehst mit solchen Dingen deinem Partner furchtbar auf den Keks. Also, wenn ich mich vorstelle, dass mein Mann mich kontrollieren oder überprüfen würde: Das ist für mich der größte Horror.

Dominik: Das heißt, die Profilerin hat Vertrauen als Baseline? Du bist jemand, der grundsätzlich mal vertraut?

Patricia: Nein. Ich vertraue meinem Mann.

Dominik: okay.

Patricia: Ich vertraue auf die Beziehung. Und es kann sein, dass Vertrauen mal missbraucht wird. Was ich weiß: Es ist bisher nicht missbraucht worden. Ich hab’s auch nicht hinterfragt oder in Frage gestellt. Es gibt keine Veranlassung dafür. Ich habe keine Veranlassung, zu schnüffeln. Umgekehrt ist die Sache: Wenn mein Mann alleine zu Hause ist, bin ich gar nicht da. Keiner von uns weiß, was der andere macht. Und diese Beziehung, die wir haben, die basiert auf Vertrauen. Es wäre nicht lustig, wenn mein Mann verdeckt irgendwo – sei es jetzt in Belgien, London, Mallorca, wo ich in der letzten Zeit gearbeitet habe und wieder arbeite – im irgendeinen Hotel auftaucht, oder sich hinter einem Busch versteckt und schaut, was ich tatsächlich mache. Das ist für ihn anstrengend und für mich auch. Das kann nicht sein.
Ich bin ein Mensch, der sagt: Ich lebe meine Beziehung, ich liebe meine Beziehung, ich liebe meinen Mann. Ich genieße die Zeit, in der ich mit ihm zusammen bin. Ich genieße auch die Zeit, in der ich nicht mit ihm zusammen bin. Nicht zusammen heißt – weil ich gerade eine Geschäftsreise irgendwohin mache. Und ich kümmere mich nicht darum. Sollte ich irgendwann mal mit einem Flieger überraschend früher nach Hause kommen und finde ein paar Jungfrauen bei mir zu Hause vor oder Sonstiges…

Dominik: Wärest du überrascht?

Patricia: Dann wäre ich sehr überrascht wahrscheinlich. Und dann würde ich mir denken: „Okay, jetzt ist es Zeit, mich mit der Thematik auseinanderzusetzen. Jetzt ist es Zeit für mich, eine Entscheidung zu treffen, mit der ich leben kann und leben will, oder es nicht möchte.“ Warum soll ich das vorher tun?

Dominik: Okay. Aber gäbe es eine Möglichkeit für jemanden, der jetzt – okay, denn das ist dein Vertrauen und offensichtlich ein sehr gutes Beziehungskonzept! Ich meine, über 30 Jahre zusammen, das ist… dürfte funktionieren! Sehr gut sogar!

Patricia: Mit allen Höhen und Tiefen.

Dominik: Ja, die gehören dazu! Gratuliere dir. Aber gibt’s die Möglichkeit, die Treue eines Menschen, zu testen und herauszufinden: „Kann ich mich auf den einlassen? Kann ich mich auf den verlassen?“ Weil, die Wahrheit ist, viele Frauen und Männer kommen aus Beziehungen, wo sie vielleicht betrogen wurden oder wo irgendwas geschehen ist. Und die sind jetzt ein bisschen unsicher. Okay, jetzt könnten wir sagen: Geht zu einem Coach; arbeite an deinem Selbstwert.

Patricia: Das ist der Punkt, ja!

Dominik: Und das würde ich denen auch raten. Aber wenn er/sie jetzt sagt: „Okay, gut bei alldem. Trotzdem möchte ich wissen: Kann ich diesem Mann, dieser Frau vertrauen?“ Kann man sowas testen? Gibt’s Fragen, die man stellen kann, oder könnte ich es an irgendwas erkennen? Oder sagst du: „Nein, das geht nicht. Du musst dich darauf verlassen, bis du, sozusagen, enttäuscht bist oder eben herausfindest, du hast Recht: Es ist eben jemanden…

Patricia: Natürlich gibt’s. Es gibt immer Mittel und Wege. Das wird auch von ganz, ganz vielen Detektiven gemacht

Dominik: Genau!

Patricia: Mich hat ein Mann angerufen – na, das war falsch. Mich hat seine Frau angerufen und hat gesagt: „Frau Staniek. Ich hab‘ gehört, Sie sind so ein lebender Lügendetektor. Mein Mann bezichtigt mich Untreue. Ich möchte zu Ihnen kommen. Ich möchte Ihnen das erzählen und bitte bewerten Sie vor meinem Mann, ob ich die Wahrheit sage oder lüge.“ Und ich hab gesagt: „Danke fürs Angebot, das mache ich nicht. Gehen Sie bitte in eine Eheberatung, denn dort gehören Sie hin. Sie gehören nicht zu mir, ja?“ Denn wenn eine Frau mit ihrem Mann dahergeht, um sich vorführen zu lassen oder um sich gegenseitig vorzuführen, was hat die Ehe für eine Basis, die eine Beziehung hat? Das ist keine Basis.

Dominik: Ich wollte gerade sagen: Also ich hätte geraten: Verwehr dich sehr stark dagegen und sag‘: „Du, pass‘ mal auf: mir ist unsere Liebe zu wichtig, dass ich mir den Blödsinn mit dir antue. Das ist dein Thema und nicht meins.“

Patricia: So ist es!

Dominik: Such‘ dir Hilfe und Unterstützung dabei.

Patricia: Genau. Das ist das, was ich raten würde. Weil der Punkt ist: Ja, natürlich können wir es machen – ich habe eine Freundin, die mir damals ihren Partner vorgestellt hat und gleich wissen wollte nachher, ob der Partner für ihr Leben ist. Ich habe gesagt: „Finde es heraus.“ Da hat sie gesagt: „Rechnest du mit Schwierigkeiten?“ Ich hab‘ gesagt: „Ja, ich rechne mit Schwierigkeiten.“ Ich rechne mit Schwierigkeiten – es war wirklich eine sehr, sehr gute Freundin. Und ich habe gesagt: Schaue es dir an, ob du dich auf die Beziehung einlässt.

Dominik: Aber das ist vielleicht ein guter Tipp: Stell den zukünftigen Partner relativ früh…

Patricia: einer Freundin

Dominik: deinen Freunden vor, denn die haben vielleicht ein besseres Gespür und Bauchgefühl für den Kerl und wenn alle sagen: „Na, du… also ich weiß es nicht…“, dann ist möglicherweise auch was dahinter und dann: Sei vorsichtig!

Patricia: Genau. Also…

Dominik: … ist es eine gute Idee?

Patricia: Das ist wirklich ein guter Tipp, ja. Natürlich kommt er auch mit dem Hintergedanken zu mir, dass ich Profilerin bin.

Dominik: Natürlich, ja.

Patricia: Sie hat sich aber dann trotzdem auf die Geschichte eingelassen und ich habe leider Recht behalten. Ich hätte mir gewünscht, nicht Recht behalten zu müssen, weil da zwei Kinder jetzt mittlerweile im Spiel sind und da geht es gar nicht um Treue, sondern um Lieblosigkeit und wirklich einen pervertierten Narzissten in dieser Beziehung. Aber das ist ein wichtiger Hinweis und vielfach machen’s ja Menschen so: Die verlieben sich und dann klinken sie sich vom Freundeskreis aus; und das machen viele. Und dann überraschen sie plötzlich mit: „Ich habe einen neuen Freund“, „Wir sind zusammengezogen“, „Wir sind verlobt“ oder „Wir waren schnell in Vegas und haben geheiratet“ und da ist es spät. Und da sind Freunde wirklich eine gute Instanz, um auch auf die zu hören und zu überlegen. Man muss ja eh selber entscheiden: Tue ich das oder tue ich das nicht? Was ich nicht machen würde: Ich würde keinen Detektiv, keinen Profiler engagieren, um da jemandem auf die Finger klopfen zu lassen.

Dominik: Also, zusammengefasst, lässt sich sagen: Wenn etwas faul riecht, faul schmeckt und faul aussieht, vertrau‘ deinem Bauchgefühl, dann ist es meistens faul. Lass‘ die Freunde und Bekannten aus deinem Umfeld diesen Partner testen oder kennenlernen; die haben möglicherweise nicht die rosa Brille auf und schauen genauer hin; und: Schenke Vertrauen von Anfang an. Die Patricia ist auch ein gutes Beispiel mit über 30 Jahren glücklicher Beziehung mit allen Höhen und Tiefen, dass das am besten funktioniert. Und den Partner eben zu kontrollieren und auszuforschen, das sorgt eher dafür, dass derjenige, sozusagen, flüchten will aus dieser Beziehung.

Patricia, ich danke dir vielmals für die Infos!

Patricia: Gerne!

Dominik: Bis zum nächsten Mal!

Patricia: Vielen Dank!

Dominik: Auf Wiedersehen!

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