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Der richtige Umgang mit Ängsten vor Kindern

Hallo, herzlich willkommen! Also, wenn du Vater oder Mutter bist und dir es darum geht, dass deine Kinder einen resilenten Umgang mit Problemen bekommen, dann hier ein paar wertvolle und wichtige Tipps für dich, weil ich kriege immer wieder die Frage gestellt – zum Beispiel bei Eltern, die sich trennen: „Na ja, was mache ich, wenn meine Kinder traurig sind? Was mache ich, wenn meine Kinder Angst haben vor … – wir gehen auseinander, wir leben in unterschiedlichen Wohnungen – bin ich dann ein schlechter Vater? Bin ich dann eine schlechte Mutter?“ Oder: „Meine Kinder werden gemobbt in der Schule“ oder: „Meine Kinder haben eine schlechte Note“; also im Großen und Ganzen der Umgang mit Ängsten. Und ganz wertvoller Tipp dazu: Deine Kinder schauen auf dich, deine Kinder schauen darauf, wie ängstlich du bist im Umgang mit diesen Problemen; wie unsicher du wirst. Also, kurzes Beispiel dazu: Wenn ich jetzt beispielsweise im Prater spazieren gehe mit meinen kleinen Kindern und wir gehen vorbei an der Geisterbahn und ich würde beispielsweise zu meiner Partnerin sagen: „Oh mein Gott! Da ist die Geisterbahn und was ist, wenn die Kinder Angst haben und was ist, wenn sie nervös werden und die furchtbare Stimme oder so.“ Kinder schauen auf dich und kriegen mit, dass du nervös bist und lernen an dir und an deiner Haltung und Einstellung, ob etwas für sie gefährlich ist oder nicht. Deine Kinder lernen an dir, ob die Trennung vom Partner das Ende von allem bedeutet oder einfach nur ein unterschiedlicher Wohnort und mehr Optionen bedeutet. Du bringst das deinen Kindern bei in der Haltung und Einstellung, wie du diesem Problem begegnest und wie ängstlich du davor bist.

Lustige Geschichte dazu: Vor kurzem – ich gehe mit meinem Hund spazieren – und mein Hund ist ein kleiner Babyhund und ist zehn Monate alt – und wir kommen auf eine Wiese und dort spielen zwei Kinder mit einem Ball. Und ich meine, es ist Fussball WM, der Domino ist ein Mann, also man kann‘s verstehen: Er sieht den Ball und der Ball – da wollte er halt unbedingt hin. Und die Kinder sagen zum Vater: „Schau‘, der Hund spielt mit dem Ball!“ und der Vater sieht den Hund, sieht den Ball und das Erste, was er macht ist: Er wird total nervös, er wird ängstlich und er fängt an zum Schreien: „Wem gehört dieser Hund?!“ Und ich, beherzten Schrittes, mach‘ mich auf den Weg zum Domino und versuche, ihn zurückzurufen und die Kinder, die sehen, dass der Vater jetzt ein bisschen ängstlich ist rund um den Hund, werden auch nervös, beginnen herumzulaufen und der Hund denkt sich: „Es beginnt ein Spiel!“ Daraufhin schnappt der Vater die Tochter, reißt sie hoch, dreht sich im Kreis – jetzt will der Hund wirklich mitspielen. Und noch bevor ich die Erwachsenen und Kind und Hund voneinander trennen kann, kommt jetzt die Mutter aus dem Gebüsch gelaufen, schreit wild, wahnsinnig. Der Vater nimmt einen Taschenfeitel aus der Hose, will jetzt auf den Hund einstechen. Also: riesengroßes Drama. Und von dem Moment an werden diese Kinder lernen: Wenn ein Hund auf mich zukommt, dann ist es eine super gefährliche Situation; Mama und Papa zucken aus und das Beste, was ich tun kann, ist: Laut schreien, wütend werden und im Kreis rennen. Und wäre ein Hund wirklich gefährlich, wäre das wirklich eine gefährliche Situation gewesen, dann wäre das wahrscheinlich der schlechteste Umgang damit.

Also, was dir Angst macht, macht auch deinen Kindern Angst. Wo du nervös bist, werden auch deine Kinder nervös. Überleg‘s dir gut, wenn Stresssituationen auf dich zukommen: Wie gehst du damit um? In welcher Haltung, in welcher Einstellung begegnest du dem? Schaffst du es, ruhig zu bleiben und deinen Kindern zu signalisieren: Alles halb so wild? Es wird nichts so heiß gegessen, wie gekocht und es wird gut ausgehen; wir können Ruhe bewahren; alles bleibt friedlich und wird in Ordnung kommen. Vielleicht ein wertvoller Tipp für dich – dein Dominik Borde.

Let's Write & Talk @Sozialdynamik

 

 

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