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Sex Talk – Anal, BDSM, Fußfetisch (was Frauen wollen)

Dominik: Hallo, herzlich willkommen. Ich habe heute einen ganz besonderen Leckerbissen für euch, nämlich die Sandra Raunigg. Sandra ist total versext und Sandra geht mit Frauen ins Bett. Das tut sie auf ihrem YouTube-Kanal und sie ist auch Sexpertin und arbeitet demnächst auch als Sexcoach. Ich werde sie heute zu dem Thema befragen, was Frauen wirklich wollen. Ich meine, das kann sich vielleicht auch ändern, aber spätestens seit Fifty Shades of Grey wissen wir, Blümchensex alleine ist nicht genug. Ich möchte ein bisschen etwas von deinen Erfahrungen hören und vielleicht stellst du dich selber noch ein bisschen vor und erzählst unseren Zuhörern, worauf es wirklich ankommt und was du so machst.

Sandra: Danke für die Einladung.

Dominik: Sehr gerne.

Sandra: Ich bin die Sandra, wie der Dominik schon gesagt hat, ich bin Moderatorin und YouTuberin und arbeite bei KRONEHIT im Radio, habe dort auch eine Livesendung Dienstagabend. Die heißt gleich wie mein YouTube-Kanal, total versext. Und tatsächlich gehe ich mit Frauen ins Bett; das heißt, du bist tatsächlich mein erster Mann. Also es ist zwar nur eine Couch aber…

Dominik: Ich fühle mich ganz jungfräulich. Oh mein Gott, ich bin gerade richtig nervös.

Ok, wunderbar. Was würdest du so sagen für die Männer, die sich das anschauen? Wie viele Frauen hast du jetzt schon interviewt? Wie viele Stunden hast du verbracht, um herauszufinden, was Frauen so richtig Spaß macht? Was ist so deine Erfahrung?

Sandra: Viele, aber es gibt schon so ungefähr 180 Videos.

Dominik: Ok.

Sandra: Ich möchte jetzt nicht lügen, aber es werden natürlich auch immer mehr. Ich habe auch jede Woche Poster

Dominik: Ok, das heißt, mit anderen Worten, du bist wirklich Sexpertin; du weißt wirklich, worauf es ankommt.

Sandra: Mittlerweile? Ja!

Dominik: Ok. Was würdest du sagen für die Männer, die da zuschauen, was sollte ein Mann unbedingt wissen, was ihm vielleicht die Frauen nicht erzählen bzw., was er auch nicht so unbedingt direkt nachfragen kann? Gib mal ein paar Tipps, ein paar Dinge, mit denen wir etwas anfangen können.

Sandra: Also ich glaube, wie wir bei Fifty Shades of Grey schon gesehen haben und wie du schon gesagt hast, glaube ich, geht es jetzt nicht nur um den Blümchensex und dieses ganz zahm und brav, sondern es ist schon durchaus wichtig, ein bisschen Variation hineinzubringen, etwas Anderes anzubieten. Es gibt halt verschiedene Typen von Frauen, ich glaube, es gibt halt die, die auch schon gerne etwas vorschlagen. Aber ich glaube, es gibt mehr Frauen, die sich gerne etwas anbieten lassen. Also weißt du, die haben dann einen Partner und der Partner sagt: „hey komm, nehmen wir heute doch mal den Penisring oder nehmen wir den Vibrator oder nehmen wir den Womenizer oder irgendein Sextoy.“

Dominik: Das heißt, die Männer sollten vorwärts gehen und etwas anbieten? Wie mutig dürfen sie da sein?

Sandra: Grundsätzlich schon sehr mutig. Was natürlich nicht passieren darf, ist „einfach machen“, weil das überfordert dann oft und kann dann vielleicht auch die Beziehung, bisschen das Vertrauen zerstören, weil man muss schon darüber reden. Aber man kann mal sagen: „hey, ich hätte da diesen Penisring zurechtgelegt; können wir den heute einmal nehmen?“ Ich glaube, wenn du als Partnerin zumindest interessiert bist und ein bisschen offen, dass sie dann ja sagt und dann ist es angenehmer.

Dominik: Ich wollte gerade sagen, aber ich glaube, wir Männer sind ja im Lesen von subtilen Signalen nicht so gut und häufig ist es bei Frauen so: „Na ich habe ihm eh schon alles gesagt und ich habe es ihm eh schon angedeutet und er versteht es immer noch nicht“. Ich glaube, was mir bei dir gefällt, ist auch unter anderem, dass du sehr direkt bist und Dinge ansprichst. Ist jetzt wirklich das: „ok, ich habe einen Penisring gekauft, lass uns den ausprobieren.“ Oder sollte man zunächst grundsätzlich über das Thema Sex reden und was gefällt ihr und was macht ihr Spaß? Und kommt die Frau dann auch wirklich mit diesen Vorschlägen und sagt: „das würde mich interessieren!“´oder ist es wirklich besser, gleich etwas auszuprobieren und mitzubringen?

Sandra: Also ich glaube, dass grundsätzlich reden immer gut ist. Ich bin eine Vertreterin von Reden, aber ich weiß, ich gebe immer den Tipp: „redet miteinander!“ Und selber bin ich auch nicht so gut dann im Reden. Also es ist immer leichter gesagt: „redet miteinander, klärt das vorher“, als das dann auch wirklich umzusetzen, das weiß ich eh. Aber bitte probieren kann man es trotzdem. Wenn es gar nicht geht, dann lieber…

Dominik: Also gerade, weil es ein sehr sensibles Thema ist – ich hatte zum Beispiel ein Pärchen bei mir. Er hatte einen Schuhfetisch und sie hat das herausgefunden oder geglaubt, dass da irgendwas ist, weil sie hat in seinem Handy Fotos gefunden von schlanken Frauenfüßen in schönen Schuhen. Dann hat sie ihn darauf angesprochen und er hat gesagt „Nein, um Gotteswillen, wo denkst du hin? Das ist ein Zufall. Damit habe ich gar nichts am Hut.“ Weil es ein sensibles Thema ist und weil wir auch in dem Bereich auch viel Angst haben uns abgelehnt zu fühlen und vor allem, wenn eine Beziehung schon lange dauert und ich, sozusagen, meinen Partner kenne, ist ja etwas Neues einzubringen auch besonders gefährlich, weil ja sehr viel dranhängt an der Beziehung. Also, wenn ich keine Ahnung, am Anfang einer Beziehung, ich stehe auf etwas total und du findest es total grauslich, dann wird die Beziehung wahrscheinlich zerbrechen, weil das geht sich nicht aus. Aber wenn die Beziehung schon gewachsen ist und ich habe einen Freundeskreis und Kinder und ein Haus usw. und jetzt komme ich plötzlich daher und sage: „du pass mal auf, ich stehe auf so große Dildos.“, wie soll ich das meiner Freundin, sozusagen, vorschlagen? Stelle ich den dann einfach ins Bett und sag: „du, wie findest du das?“

Wie würdest du als Frau es am liebsten haben, dass der Mann mit seinen Wünschen und seinen Bedürfnissen auf dich zukommt, erste Frage. Zweite Frage, wie gesagt, wie mutig darf ich sein? Weil, ich meine, was als tagsüber politisch korrekt gilt, ist nicht das, was uns nachts geil macht. Ich möchte jetzt gerne etwas hören, wie politisch inkorrekt sind denn die Frauen?

Sandra: Oder in der Früh oder am Nachmittag.. [lacht]

Dominik: Genau! [lacht] Es gibt ja noch andere Zeiten.

Sandra: du hast ganz viele wichtige Sachen schon gesagt, nur kurz noch zu dieser Dame, die den Ehemann angesprochen hat zum Fußfetisch: es kommt immer ganz darauf an, wie man es anspricht, weil es gibt – leider – Frauen oder umgekehrt auch Männer, die kommen auf dem Fetisch der Partnerin, des Partners darauf und sagen dann aber eher so „Wäh, stehst du auf Frauenfüße?“ Wie soll der Partner dann reagieren außer „Nein, nein, nein. Auf keinen Fall.“

Dominik: Ok.

Sandra: Wenn ich aber sage „Hey, ich habe gesehen, du hast da diese Fotos im Handy mit Füßen. Ist ja interessant, ich merke auch, dass meine Füße auch oft für dich spannend sind. Steckt da was dahinter, sollen wir da mal was ausprobieren?“ Also wenn ich da offen und nicht zu kritisch dran gehe, glaube ich, dann ermutigt man auch seinen Partner, über seine Wünsche zu sprechen. Natürlich ist es, ich weiß, es ist eine unfassbare Challenge, weil, wenn man mit seinem Partner Jahre zusammen ist und dann möchte ihm verklickern, dass man jetzt eigentlich auf Fesseln steht oder Erniedrigungen und dass man sich das wahrscheinlich schon die letzten 10 Jahre bei einer Domina geholt hat, aber das doch gerne mit der Partnerin ausleben möchte. Ja, nur ganz kurz, ich glaube, dass es bei vielen Partnerschaften leider auch so ist, dass sie nicht ihre Partnerschaft beschmutzen wollen und das ist mir in meiner Praxis auch schon oft untergekommen, dass es Partner gab, die haben 30-40 Jahre in einer Ehe miteinander gelebt und dann am Ende der Partnerschaft, eigentlich erst, sind sie darauf gekommen, auf was der andere eigentlich steht und dann heißt es…

Dominik: Aber dann ist es egal. Nicht? Am Ende kann ich alles sagen, dann werde ich offener.

Sandra: ja oft ist man erwischt worden, leider. Das war dann eher so, man ist ertappt worden, dann doch, dann gab es die große Krise und die Trennung. Dann hat es aber geheißen: „warum hast du es mir nicht gesagt? Ich hätte dich eh ans Bett gefesselt, ich hätte dich eh gehauen, nur hast du es mir nie gesagt.“ Dann finden manche auch wieder zusammen und haben aber dann erst mit 60 dieses erfüllte Sexleben.

Dominik: Das ist ein wichtiger Punkt, weil permanent leben ja Leute in Beziehungen – ich glaube, die Basis einer Beziehung ist Vertrauen und die Basis von Vertrauen ist zunächst einmal Ehrlichkeit und auch Dinge anzusprechen, weil ich glaube, man kann sich im Leben immer weiter entwickeln, aber niemals aus einer Lüge heraus. Das heißt, der Tipp für alle, die das jetzt sehen, wäre: stehe zu dem, worauf du stehst. Sei ehrlich und riskiere etwas, weil wenn du nichts riskierst, wirst du auf Dauer verlieren, weil wenn du immer wieder das Gleiche machst, wird es irgendwann fad. Also den bestehenden Bereich zu erweitern, über die Komfortzone hinauszugehen, ist wahrscheinlich ein wichtiger Tipp, damit es lebendig bleibt. Jetzt habe ich aber trotzdem konkret an dich die Frage,

nämlich im Sinne von, wie versaut sind denn die Frauen? Also du sprichst an Fesseln, Dominanz, all diese Dinge. Wenn ich mir jetzt Fifty Shades of Grey anschaue, ich meine, da kommt eindeutig raus: Frauen stehen auf Dominanz, selbstsichere Männer, die vorwärtsgehen, die was riskieren. Ist jetzt SM, ist das jetzt ein Ding, wo die meisten Frauen, deiner Erfahrung nach, sagen würden: „ja, ich würde mich gerne einmal schlagen lassen, ich würde gerne mal dominiert werden, ich hätte gerne mal Dirty Talk.“ Wie weit geht das? Weil, wenn jetzt einer eine Freundin hat und sagt „kann mir nicht vorstellen, dass meine Freundin das wollen würde.“ Möglicherweise träumt sie ja davon und er weiß es nur nicht. Hilft es bei einer Frau, wenn man sagt: „du, ganz ehrlich, die meisten Frauen bei mir wollen das sehr wohl“, wie schaut es aus? Erzähl!

Sandra: Also a) Fifty Shades of Grey ist keine BDSM, es ist so ein Blümchensex-Irgendwas-Film und Frauen sind die versauten. Definitiv. Ich glaube, dass wenn etwas passieren soll, dass es die Frau ansprechen muss, weil sogar der Mann vielleicht mit seinen Freunden darüber redet, aber er sich in Wirklichkeit nicht traut, es eigentlich umzusetzen. Frauen sind die mit der Libido, Frauen sind die, die mit 60 noch ein super geiles Sexleben haben können, wobei bei den Männern schon ein bisschen schwierig wird ohne Hilfsmittel. Also wir sind die sexuelle Kraft, als Frau.

Dominik: Ja, sehe ich auch so.

Sandra: Da ist ganz viel Potenzial, deswegen ist es so schade, dass es deswegen so unterdrückt ist, aber, wenn man das sich jetzt logisch überlegt, ist es natürlich klar, dass es unterdrückt ist. Weil sonst wäre ja die Frau, die die Hosen anhätte.

Dominik: Das ist ja das Spannende dabei.

Weil wir leben in einer Kultur, wo der weibliche Körper ja permanent als Lustobjekt dargestellt wird, wenn eine Frau aber dann sagt: „ich bin geil, ich hätte gerne Sex“ dann muss sie aufpassen, dass sie nicht als Schlampe gilt. Weil, wenn ich jetzt als Mann zu meinen Freunden sagen würde „ich habe mit der und mit der“, dann sagen meine Freunde: „toller Kerl.“ Ist so, aber wenn eine Frau das machen würde, dann würde sie sehr schnell von außen den Finger gezeigt bekommen, „du bist eine Schlampe“. Das heißt, Frauen haben auch oft das Problem, zu ihrer sexuellen Lust und zu ihren Bedürfnissen zu stehen. Immer noch. Ich würde nicht sagen, so wie früher, aber trotzdem ist es immer noch ein wichtiges Thema. Das darüber sprechen und sich öffnen und etwas dazu sagen, ich glaube, da gibst du den Frauen ein bisschen ein Sprachrohr für die, wenn du sagst: „wir sind total versaut, wir sind total versext.“ Was würdest du einem Paar raten, wo die Lust, sozusagen, nicht mehr so ist wie am Anfang, sondern schon deutlich weniger und wo es so quasi an der Kippe ist, wo man sagt: „eigentlich schlafen wir überhaupt nicht mehr miteinander“. Was wäre so der erste Schritt, den du raten würdest? Vor allem auch den Frauen, wie können sie, sozusagen, das wieder einbringen, was glaubst du?

Sandra: Ich glaube, ganz wichtig ist, sich zu überlegen was war am Anfang? Also, warum ist es überhaupt abgeschwächt? Natürlich schwächt es ab, es gibt verschiedene Ebenen in der Partnerschaft. Alles verändert sich, mal hat man mehr Lust, mal weniger, dann ist Stress, dann sind vielleicht Kinder da, die schreien dann. Es gibt einfach viele Versionen, warum es halt gerade nicht so gut läuft. Aber ich glaube, sich da zu überlegen, was war am Anfang? Was war da, wo wir non-stop miteinander Sex hatten? Was war da so spannend?

Es kann nicht nur so gewesen sein, weil der andere neu ist. Es war ein anderes Entdecken, Ausprobieren

und ich glaube, wenn man sich da so ein bisschen Spielzeug nimmt oder ein bisschen Rollen spielt, kann man das wieder aufleben lassen. Jetzt ist nur das Problem, dass viele Frauen, natürlich nach den Kindern, sich nicht mehr so sexy fühlen, vielleicht verändert sich der Körper, auch bei dem Mann. Dann haben sie nicht mehr dieses Selbstbewusstsein, weil ich immer wieder rate, kauft euch Dessous.

Dominik: Aber wenn du nicht…

Sandra: Präsentiert euch. Und das ist dann oft schwierig, das dann zu tun, weil man sich eben nicht sexy fühlt.

Dominik: Das heißt, der erste Schritt ist mal, du musst dich selber geil finden und eine Beziehung kann auf Dauer nur so glücklich und lustvoll sein, wie du selber bist. Das heißt, auch ein Teil Eigenverantwortung: was macht mich geil? Was turnt mich an? Was finde ich spannend? Und sich, sozusagen, sich auch mit dem Thema auseinander zu setzen. Ich würde jetzt auch den Frauen unterstellen, weil du vorhin das Thema Rollenspiele angesprochen hast, dass Frauen, sozusagen, ganz gut darin sind unterschiedliche Rollen zu spielen. Aber im Alltag, wenn sie jetzt, keine Ahnung: sie hat gerade ein Kind bekommen, sie hat das Baby an der Brust hängen, sie füttert, sie stillt, sie macht dieses komplette Programm, dass dann der Transfer zur geilen Schlampe im Bett ihr sehr schwerfällt und, dass Frauen quasi diesen Raum und diesen Übergang brauchen, um, sozusagen, sich wieder in den Sexmodus zu bringen. Während wir Männer eigentlich eher so sind: „ok wir brauchen eigentlich keinen Grund, wir brauchen einfach nur einen Platz und es kann schon losgehen.“ Ich habe bei sehr vielen Männern das Problem, dass sie sagen „mir fehlt das Begehren meiner Partnerin. Die ist mit allen anderen beschäftigt, aber sie will mich nicht mehr und, weil sie mich nicht will, bin ich nicht mutig genug auf sie zuzugehen.“ Jetzt kommt da die total versexte Bloggerin daher und sagt „Bring den Penisring„ und er sagt: „du ganz ehrlich, ich komme ja nicht einmal in ihre Nähe im Bett, weil, wenn ich ihr im Nacken krabbel, dann sagt sie: „nein, heute nicht und ich bin müde“ Was würdest du da raten? Ich glaube, viele Männer werden sich das anschauen, was würdest du den Männern raten, um wieder diese Leidenschaft ins Leben von Frauen zu bringen, die aber jetzt eben nicht permanent auf den Sexpartys und in den Sexshops sowieso unterwegs sind, sondern die eine total biederes, normales, langweiliges Leben führen, aber eigentlich etwas Anderes wollen.

Sandra: Du sagst so viele spannende Sachen, da könnte ich schon auf ganz viele andere Sachen eingehen. Also ich weiß, dass es so läuft. Aber auch umgekehrt, dass die Frau möchte, aber der Mann nicht mehr. Es gibt, da muss ich dir schon widersprechen, ich glaube nicht, dass es nur Männer gibt, die überall könnten/wollen, aber das ist genauso bei Frauen. Es gibt ganz viele Frauen, die brauchen kein Kuscheln vorher, die legen gleich los. Dann gibt’s wieder die Männer, die sagen: „woah, das geht mir jetzt aber zu schnell. Was ist hier los?“

Dominik: Das stimmt. Da ist was Wahres dran, du hast vollkommen recht, weil es ist sehr häufig so, dass der Mann zwar im Porno die geile Schlampe will, aber daheim, na da ist es ihm dann doch ein bisschen zu gefährlich und dann weiß er nicht, wie komme ich im Alltag mit dieser Frau zurecht, weil es ein großes Risiko ist.

Das ist vielleicht auch diese Hemmung, wenn ich sie so entfessle, dann bin ich nicht mehr in der Beziehung oder in dieser risikolosen…

Sandra: Das meinte ich vorhin, dass man die Beziehung rein halten möchte, dass viele dann halt zu einer Domina gehen oder die Partnerin doch betrügen, weil man möchte die Beziehung zuhause safe halten und da ist keiner entfesselt und lebt sich aus, sondern da habe ich meine, die kocht mir und dann legen wir uns schlafen und außerhalb lebe ich dann aus. Aber das kann es ja wohl nicht sein. Ist total traurig, ich bitte euch: lebt es mit der Partnerin aus!

Wozu seid ihr in einer Partnerschaft? Das finde ich, ist ganz wichtig. Aber zurück zu diesen Paaren, die nicht so recht aneinander kommen. Ich glaube, das Problem hier ist die Lust und es ist Lustentdecken, da gibt es Methoden. Da gibt es Seminare,die man machen kann, aber auch wirklich sich selber überlegen: „was bereit mir Lust?“ Und vor allem nämlich, was turnt mich ab? Weil es ist ja nicht so, dass die Frau vielleicht nicht möchte oder der Mann, sondern, dass da irgendetwas vorgefallen ist, was abgeturnt hat. Dann überlege ich mir: das kann anfangen mit einer Jogginghose oder, weil man es immer wieder hört oder mit…

Dominik: vor einander aufs Klo gehen.

Sandra: Ja, kann ja alles sein, was irgendwie abturnt oder er hat irgendwas gesagt oder sie und dann will man halt einfach nicht. Sich dann einfach bewusst machen, nicht so willkürlich, sondern bewusst machen: „ok,das hat mich jetzt gerade genervt.Soll ich das einfach mal sagen oder ist das ein Grund, deswegen ich jetzt keinen Sex will?“ Viele wissen es dann gar nicht so, und dann geht das alles so schwammig über und führt es halt dann dazu, dass sie sagt „nein“.

Dominik: Das ist ja das nächste Thema, also ich habe vorhin gesagt: Ehrlichkeit in einer Partnerschaft. Du solltest sehr ehrlich sein und auf der anderen Seite: wie kann ich ehrlich sein, ohne den anderen vielleicht auch zu verletzten? Weil ich sage jetzt ein Beispiel: nehmen wir an meine Partnerin hätte die Angewohnheit, dass sie immer vor dem Sex, unmittelbar davor beispielsweise, sie geht aufs Klo. Jetzt will er das nicht, weil er will nicht unmittelbar danach sie lecken, weil er sich denkt, das finde ich irgendwie grauslich oder das gefällt mir nicht. Jetzt kann er es nicht ansprechen; oder ich habe eine Frau bei mir gehabt, Single, die gesagt hat „ich weiß nicht, warum das so ist, ich lerne immer neue Männer kennen und die sprechen mich auch an und alles ist wunderschön. Und dann plötzlich nehmen sie Reißaus und Abstand und melden sich nie wieder bei mir.“ Ich meine, die Lösung war ganz einfach: die gute Frau war permanent auf Diät und hatte einfach Mundgeruch. Ich meine, das traut sich aber dann kaum jemand dir so ehrlich zu sagen, auch in einer Partnerschaft: „ich will den anderen nicht verletzen, ich sollte aber ehrlich sein.“ „Ich will die Beziehung beleben, aber was ist, wenn er mich ablehnt?“ Wie kriegen wir das hin, dass wir über diese Dinge offen reden können und in einem geschützten Raum? Was wäre da dein Tipp, außer dass sie zu mir oder zu uns kommen? Wir haben darüber gesprochen, wir machen vielleicht demnächst ein Seminar, würde ich eine geile Idee finden. Was würdest du sagen, was ist der erste Schritt über solche Dinge zu sprechen? Wie würdest du es tun?

Sandra: Also, ich meine, die Beispiele, die du angesprochen hast, ist es relativ einfach da einfach zu sagen, ohne, dass der andere beleidigt ist, weil ich würde es ja auch wissen wollen: „seit du Diät machst, ich finde es super, dass du Diät machst, aber du hast ein bisschen Mundgeruch. Ist ja kein Wunder, denn die Magensäure und das, was du gerade zu dir nimmst an Nahrung.“ Ich glaube, dass da wirklich jeder sagt „Wirklich? Oh mein Gott“, weil die merkt das ja nicht oder hat nicht absichtlich Mundgeruch, um den anderen zu stören oder abstoßend zu wirken. Ich glaube, da ist es total hilfreich, wenn man das als Feedback bekommt, genauso wie mit – nehmen wir an, sie geht aufs Klo und es ist Urin, von dem du gesprochen hast, also Urin ist sauberer als irgendetwas anderes. Vielleicht

Dominik: Oft ist es ein psychologisches Problem.

Sandra: Aber selbst ein psychologisches Problem, logisch, aber da kann man auch sagen „Schatz, ich würde dich unglaublich gerne lecken, aber jetzt warst du gerade auf der Toilette und ich habe da noch irgendwie so eine Hemmung vor diesem Urin. Ich stehe halt dann nicht so auf die Golden Shower Plays und für mich wirkt das so ein bisschen. Würde es dich stören, wenn du entweder nicht aufs Klo gehst, weil es ist sowieso geiler, denn volle Blase, leichter Orgasmus.“

Dominik: Wirklich?

Sandra: Ja.

Dominik: Ich bin keine Frau, ich weiß das nicht. Bei mir ist das nicht so.

Sandra: Weil der Druck auf den G-Punkt einfach höher wird. Deswegen ist in der Früh Sex haben auch ganz gut, wenn man sich als Frau schwertut mit dem Orgasmus, weil in der Früh ist meistens die Blase noch voll und man kann eventuell leichter kommen als am Abend, wo man gerade am Klo war.

Dominik: Ok.

Sandra: Also vielleicht ist es auch für sie so ein Thema, ich muss aufs Klo gehen, damit auf keinen Fall etwas passiert. Vielleicht ist das auch eine, die abspritzen würde dann oder so. Da gibt es auch wieder – da könnte man ein eigenes Video darüber machen über dieses Thema, aber ich glaube, bei solchen Themen ist Ehrlichkeit das Beste. Schwierig wird es eben halt bei Sachen wie: „ich würde gerne das ausprobieren“ und der Andere sagt eben: „wäh“. Oder sagt: „das will ich nicht“ oder geht gleich so extrem, fährt ihm rein. Natürlich, wenn jemand dann 2-3 Mal etwas vorschlägt und der Partner sagt immer: „fickst nicht, du bist ja pervers.“ Oder: „will ich nicht“ dann hört man halt auch auf, etwas vorzuschlagen. Und ich glaube, es gibt einen Mittelweg, dass man einfach nicht so extrem ablehnt, sondern, dass man respektvoll nein sagt. Ich glaube, das ist sehr wichtig.

Dominik: Das heißt, dass man sagt „du, pass mal auf, das vielleicht nicht, aber das würde mir Spaß machen“, um, sozusagen, die Richtung auszuloten.

Sandra: Beispiel, extremes Beispiel. Jemand möchte dir auf den Bauch scheißen. Ist so, gibt’s: Exkrementen-Spiele; und dann sagst du vielleicht als Partner/Partnerin: „ja, das vielleicht das gerade nicht, aber wollen wir vielleicht, weiß nicht, gekochtes Gemüse darauf träufeln lassen oder Schokolade oder weiß ich nicht. Oder Sahne, ich kann mir auch so ein Sahne-Ding irgendwo reinstecken und dann darauf drücken, dann kommt auch was raus.“ I don´t know, habe jetzt auch nicht so die Erfahrung damit, aber es gibt Methoden, um nicht zu sagen: „was? Wäh!“ Mag natürlich für viele vielleicht die erste Reaktion sein, weil es einfach eine extreme Sexpraxis ist. Aber die gibt es, wenn man sich Pornos anschaut und wie viele Leute das anschauen. Two Girls, One Cup war eines der bekanntesten Pornos ever. Ich meine, das war eh so ein Fake-Ding, aber solche Pornos gibt es zu Hauf. Es gibt viele Menschen, die darauf stehen. Das heißt, es kann durchaus sein, dass dein Partner einfach darauf steht.

Dominik: Das heißt, niemals sagen „wäh“, weil das führt dazu, dass sich der Andere sich emotional zurückzieht…

Sandra: Es sei denn, es geht um Tiere, Kinder, alles was halt sich nicht im rechtlichen Rahmen sich bewegt, da auf jeden Fall „wäh“ sagen und das auch eventuell anzeigen.

Dominik: Klar kommunizieren

Sandra: Ja genau. Aber alles, was sich…

Dominik: Aber ich meine, das ist ja nicht das – zumindest aus meiner Praxis, die ich erfahren habe, die meisten Leuten brauchen gar nicht oder wollen gar nicht diese Extremgeschichten.

Sandra: Genau, ich wollte nur ein extremes Beispiel bringen, um zu verdeutlichen, was eine Ablehnung wäre, die halt verletzt, wenn der Andere sich schon traut. Das ist ja auch ein extremer…

Dominik: Genau, es braucht viel Mut.

Sandra: Ja und einfach zu sagen, ich hätte das gerne und der Andere dann sagt: „wäh, du bist der allergrindigste Mensch auf der Welt. Warum willst du das? Verstehst du es nicht?“

Dominik: Genau, das ist ein großes Problem. Jetzt sei ehrlich zu mir, dann musst du aber auch aushalten, dass der andere auch ehrlich ist. Und ich glaube, da ist es gut schon im seichten Wasser zu beginnen, wenn dir dein Partner schon etwas offenbart, dass du offen bist dafür und nicht sagst: „wäh“. Ich habe auch oft von vielen Frauen und von Männern erfahren, aber eben die Frauen, die nie gesagt haben: „also ganz egal, was der Fetisch ist. Das Problem ist hauptsächlich, wenn der Fetisch wichtiger wird als ich, dann habe ich damit ein Problem. Aber wenn er darauf steht, mir stundenlang die Stiefel zu lecken und er könnte auch Sex mit mir haben ohne diesen Stiefel, dann ist es in Ordnung.“

Sandra: Genau, es geht immer um den Leidensdruck. Also da kann man ganz gut messen, ob es ein Fetisch ist oder, ob es einfach nur ein sexuelles Interesse, eine Vorliebe ist. Ich habe ganz viele Menschen in meiner Sendung, die rufen an und sagen: „ich habe einen Fetisch“ und ich sage: „ja, was ist es denn?“ „ja, ich stehe auf Strumpfhosen“ und da gibt es halt dann die Abstufung. Es gibt die, die müssen jede Woche Strumpfhosen von fremden Frauen bestellen und können ohne, dass die Frau die Strumpfhosen trägt, gar keine Erektion mehr kriegen. Dann gibt es halt die, die sagen: „ja, schaue ich mir gerne an, finde ich irgendwie cool, wenn man die angreift“. Dann sage ich „ok, solange die Strumpfhose nicht das Lustobjekt ist, sondern immer noch die Partnerin oder der Partner, dann ist es eine sexuelle Vorliebe, ein Interesse, was durchaus gesund ist. Schwierig wird es, wenn es gar nicht mehr ohne geht, dann sollte man sich schon..

Dominik: professionelle Hilfe

Sandra: professionelle Hilfe holen.

Dominik: Ja. Jetzt habe ich noch eine Frage, was sind denn aus deiner Sicht so die paar Top Dinge, die sich Frauen wirklich wünschen, die sie wahrscheinlich nicht so gerne ansprechen, was du aus deiner Erfahrung und Praxis kennst, und die Männer wahrscheinlich gar nicht wissen? Was würdest du sagen sind die Top Dinge, worauf stehen Frauen? Also keine Ahnung; ist es, schlag mich, talk dirty to me, spritz mir ins Gesicht? Oder was sind so die Dinge, die dir einfallen, wo du sagst: „ok, ich glaube, das wissen die Männer nicht, weil ich viele Frauen bei mir habe, die dieses Bedürfnis nicht gestillt kriegen.“

Sandra: Ich glaube, was beide nicht wissen, Männer und Frauen, ist, glaube ich, Top 1 Analsex. Das sage ich jetzt nicht, damit ihr Männer da draußen jetzt zu der Freundin geht und ihr ihn reinsteckt, einfach so, „weil die Sandra hat gesagt, die…

Dominik: Ohne Warnung

Sandra: ja, „die Sandra sagt, du stehst da darauf“. So ist es nicht, weil die Frau weiß es selbst nicht, dass sie darauf steht, weil sie eine schlechte Erfahrung gemacht hat, weil irgendein Trottel einfach hingekommen ist und ihr ihn reingesteckt hat. Oder ist mal irgendwas aus Versehen passiert oder es war mal ein Typ dabei, der gesagt hat „wäh“, weil beim Rausziehen nicht alles ganz sauber war. Das sind alles so Dinge, die uns so verletzen, sich so einbrennen, dass man einfach nie wieder haben will.

Dominik: Ich glaube, wir sind nirgendwo so sensibel, wie bei dem, weil das hat, sehr viel mit Liebe zu tun.

Sandra: Genau, das allerwichtigste ist, bei dem vom anderen alles annehmen, weil, wenn man schon so intim ist und Analsex hat und das ist einfach was sehr Intimes, weil es so ein bisschen, noch mehr ein wenig dirty ist, noch mehr Vertrauen erfordert, man mehr vorsichtig sein muss. Da auch wirklich sagen „Ich liebe alles an dir, was da vielleicht rauskommt, was da ist, weil sonst will man das einfach nie wieder haben, wenn man das Gefühl hat. Ich glaube Analsex ist, wenn man das gut angeht, wirklich Top 1 der Dinge, die beiden sehr viel Spaß macht.

Dominik: ruhig angehen, vorsichtig und jetzt ist die Frage: sollte ich darüber vorher reden? Also soll ich mich unterhalten und sagen: „du, wie siehst du denn Analsex?“ Oder sollte ich es, weil meine Erfahrung wäre, es zu tun oder es anzudeuten, beispielsweise mal mit einem Finger oder so und dann schauen, was dann passiert. Oder sollte ich es vorher besprechen, weil ich glaube, du kannst dich nicht – klar, man kann sich schon geil reden, aber, ich glaube, gewisse Dinge sind viel leichter im Ausprobieren. Wie siehst du das als Frau? Wie siehst du als Frau, die mit Frauen spricht.

Sandra: Ich finde beides schwierig. Die eine Sache, wenn man es vorher anspricht und man hat es halt vorher noch nicht gemacht oder man hat Angst davor, ist eine große Angst da von vielen Frauen, eben dass man nicht sauber ist, dass es weh tut. Wenn man es vorher anspricht, ist die Chance groß, dass der andere gleich nein sagt.

Dominik: Ja.

Sandra: Aber auch, wenn man es einfach macht, kann es sein, dass sich der andere nicht nein sagen traut. Es gibt ja dann auch genug Frauen, die es über sich ergehen lassen und das ist noch schlimmer. Da bin ich eher für das Vorheransprechen und ein „nein“ kassieren und dann zu hinterfragen: „warum eigentlich nein?“ Dann behutsam auch diese Ängste aufklären. „Du brauchst dir keine Sorgen machen, dass irgendetwas schmutzig ist“, weil es ist auch selten was schmutzig, weil im Enddarm – außer du musst wirklich gerade aufs Klos, aber da ist dann auch sonst nicht wahnsinnig viel.

Dominik: Ja, aber da gibt es ja auch vorher die Möglichkeit sich zu reinigen.

Sandra: Ja, ich bin jetzt auch nicht so der Fan von diesen Analduschen, weil es einfach auch ganz viele gute Bakterien heraus schwemmt, wenn man das zu oft macht. Also da muss man auch vorsichtig sein. Wenn man das alle heiligen Zeiten einmal macht, ja, aber ich habe auch viele Freundinnen, die einfach auch beschrieben haben, dass es nicht so angenehm ist, nach dieser Analdusche, weil es sich einfach so ein bisschen anfühlt wie ein Einlauf und man fühlt sich danach ein bisschen flüssiger. Also es gibt Pro und Kontra, ich würde eher sagen, wenn man sich sauber fühlt, das spürt man ja irgendwie, muss ich jetzt aufs Klo oder nicht, dann ist glaub ich ein guter Tag für Analsex, wenn man sich sauber fühlt. Das macht dann auch nichts.

Dominik: Ok, Top Tipp Nummer 1 Analsex ansprechen oder ausprobieren, wie es dir halt…

Sandra: Ich würde es eher ansprechen.

Dominik: Alles eine Frage vom Gefühl.

Sandra: Ich würde eher sagen: „ich hätte gerne mal Analsex; vielleicht wollen wir es einmal mit einem Finger probieren?“ Vielleicht auch mal, was auch immer gut ist, ist es mit einem analen Plug vorzuarbeiten, beim Vaginalsex. Das ist dann auch gut für den Mann, dann wird die Freundin enger. Dann ist auch wieder ein anderer Orgasmus vielleicht dabei und du wirst halt davor schon ein bisschen geweitet. Das ist einfach nur eine Sache von Zeit, dann der Analsex.

Dominik: Ja.

Sandra: Das ist vielleicht einmal gut mit Analplug bisschen vorfühlen, mit dem Finger, nicht einfach gleich mit dem Penis rein. Und Gleitmittel verwenden, Spucke ist kein Gleitmittel.

Dominik: Ok. Was noch?

Sandra: Puh, natürlich stimmt’s diese ganzen SM Sachen, also dieses dominiert werden aber auch dominieren. Ich glaube, da hält sich sogar die Waage. Wobei ich glaube, dass dieses Verantwortung abgeben immer interessanter ist. Also dieses gefesselt sein und einfach mal schauen, was da passiert. Auch hier bitte mit Safewort arbeiten. Den gefesselten Partner nie alleine lassen, das ist ganz wichtig. Man weiß nie, ob der nicht die Panik kriegt oder so. Aber dann natürlich ein bisschen, wie man es da in Fifty Shades of Grey sieht, das ist so nettes SM, dieses bisschen Hauen, dann hält er ihr den Vibrator hin und sie ist gefesselt, ja eh. Kann man dann natürlich SM nennen.

Dominik: Was noch?

Sandra: Ja und dann natürlich schon so Sachen wie Dreier, vielleicht auch mit dem Partner Porno schauen. Ich glaube, dass Dreier oder überhaupt diese Fantasie, darüber reden, ich glaube, dass viele die Fantasie haben. Aber nur die Fantasie, von mehreren gleichzeitig; den Partner beim Sex zuschauen, solche Dinge, aber das ist oft nur Fantasie und das ist auch total ok, wenn es Fantasie ist und es man nicht ausleben will. Aber wenn man einfach so mit dem Partner darüber spricht, kann es ja auch schon sexy sein oder sich einen Spiegel aufstellen und sich beim Sex zuschauen.

Dominik: Ich glaube, dass ein tolles Wort, das ich jetzt – ich weiß jetzt nicht wie die Expertin heißt, die davon gesprochen hat, aber dieses „monogamisch“. So quasi, ja wir sind uns treu, aber wir spielen mit Ideen. Also du kannst mir erzählen, dass du davon träumst, das und das und, dass du dadurch, sozusagen, diese Anregung hast, wo ich quasi – weil das ist oft das Thema von uns Männern. Wenn Frauen etwas erzählen, dann glauben wir immer, das müssen wir jetzt sofort umsetzen.

Sandra: Ja, das ist ein großer Fehler.

Dominik: Das ist ein großer Fehler und Frauen wollen oft nur etwas träumen, um mit dem Gedanken zu spielen, weil bei Frauen geht es weniger glaub ich um Zahlen, Daten, Fakten, sondern um eine Emotion, ein Gefühl. Ein Gefühl kann ich auch bekommen, wenn ich über etwas spreche. Das heißt, ich kann – wenn ich dich richtig verstehe, in einen Swingerclub gehen, kann mich dort anregen lassen, kann das geil finden, kann mit der Idee spielen und muss dann trotzdem nicht unbedingt haben, dass meine Frau oder mein Partner dort mit einer Anderen vögelt.

Sandra: Ja, das ist sowieso so eine Sache mit Swingerclub, alle haben immer Angst vorm Swingerclub: was ist? Was passiert dann dort? Aber wenn man sich da vorher ausmacht mit dem Partner, dass da nicht mit jemand anderen gevögelt wird, dann wird das auch nicht passieren. Wenn es doch passiert, dann Tschüss mit diesem Partner.

Dominik: Ich wollte gerade sagen, dann habt die Beziehungen ein Problem.

Sandra: Weil, wenn der auf einmal weg ist, das geht nicht, aber man kann sich da wohl einmal hinsetzen, einfach schauen, sich beobachten lassen…

Dominik: sich anregen lassen.

Sandra: Aber es dann miteinander dort machen, aber das ist eine ausgemachte Sache. Man muss sich Sachen vorher immer ausmachen. Auch wie man die Beziehung lebt, ob es monogam oder offen oder polyamor, das muss man sich halt vorher ausmachen. Was nicht geht, ist, man ist in einer monogamen Beziehung aber ein Partner ist halt noch bei 10 anderen Frauen oder Männern unterwegs.

Dominik: Also meine Erfahrung ist und ich weiß nicht, ob du das bestätigen oder widerlegen würdest, aber das hat auch damit zu tun, dass ich als Paarcoach ja mit Paaren befasst bin, die möglicherweise Schwierigkeiten haben, aber andererseits ich kenne eigentlich kein Paar, das keine Schwierigkeiten hat, oder sehr, sehr wenige, in welchem Bereich auch immer – auch wenn es nur Kommunikationsschwierigkeiten sind. Aber meine Erfahrung ist: die meisten Menschen wünschen sich immer noch eine treue, leidenschaftliche Liebesbeziehung auf Augenhöhe, mit einem Partner, der richtig auf sie steht und dieses treu, monogam ist für ganz viele immer noch, sozusagen, das oberste Konzept. Daraus entsteht dann aber auch, dass sie sich nicht traut, ihre Gelüste und Fantasien anzusprechen, weil das, sozusagen, das Konzept auf den Kopf stellt. Dann kommen wir zu dieser seriellen Monogamie: ein paar Jahre mit dem und dann wieder den nächsten und so, ich glaube, das was du gerade gesagt hast: ich kann in den Swingerclub gehen und kann mich anregen lassen. Ich kann darüber reden, ich kann Analsex ausprobieren, ich kann Spiele ausprobieren, ich kann Fesseln ausprobieren und so: das ist eine Möglichkeit diesen monogamen Bereich irgendwie trotzdem dirty zu machen, aber eben nicht zu verletzten. Was ist deine Erfahrung? Die meisten Frauen monogam oder vielleicht doch dann jetzt eher polyamorös, etwas anderes?

Sandra: Wir Frauen haben den Vorteil, es gibt nicht alle, aber viele können öfters kommen, da haben wir natürlich einen großen Vorteil zum Mann. Also grundsätzlich sind wir ja dazu gemacht, dass wir nicht nur einen Partner haben, sondern auch in einem Sexakt vielleicht 10, weil wenn wir öfters kommen, dann kann sich quasi nur der Mann abwechseln oder länger brauchen. Lebt man ja dann natürlich nicht so, weil das ist gesellschaftlich verworfen. Aber das gibt es alles, irgendwelche Männerüberschusspartys usw., wo genau so etwas gelebt wird, auch durchaus offen. Ich möchte zuvor noch etwas sagen, ich glaube, ein großes Problem ist, dass man nicht offen miteinander spricht und eben nicht sagen traut: „ich habe die und die Fantasie“, weil man muss sich ja nur überlegen, wenn ich die Fantasie offen aussprechen kann: „ich möchte dir beim Sex zuschauen; ich hätte gerne mal Sex mit einem anderen“ dann ist es auf einmal gar nicht mehr so spannend, wie, wenn ich sie gar nicht ausleben darf.

Dominik: Das stimmt.

Sandra: Also sobald etwas verboten ist, ist es natürlich 10 Mal so spannend. Deswegen ist es, glaube ich, auch ein Fehler, den wir Frauen wahrscheinlich mehr machen als Männer – oder eher zuerst machen und dann der andere gar nicht mehr so einen Stress hat, ist das wir einfach, sobald ich einen Stress kriege, weil mein Partner eventuell vielleicht das und das macht. Mein Partner sagt mir, er schaut einer anderen auf der Straße nach und ich krieg dann voll Stress und denk „Gott, jetzt will er mich gleich betrügen, was soll das?“ Ich glaube, dass es da viel cooler ist, wenn man sagt: „klar, er schaut halt“ und vielleicht auch sagt „hat dir die jetzt gefallen?“ Aber halt nicht so negativ, eher so, „ja die war schon fesch.“ Es ist einfach so ein bisschen, man verharmlost es damit.

Dominik: sich nicht sofort angegriffen fühlen.

Sandra: „buah und die fandest du jetzt besser, als ich dir gefalle?“ und dann gleich so einen Stress zu machen. Dann denkt sich der andere natürlich so, das hat eine ganz andere Bedeutung für ihn. Eine größere Bedeutung: „ja, die war wirklich ganz fesch“

Dominik: Stimmt, natürlich. Das ist genauso wie die Eifersüchtigen. Die kriegen das, was sie am meisten befürchten, weil sie den anderen permanent einsperren und das sagen auch Studien: wenn ich dem anderen die Freiheit gebe und sage, „du darfst tun und lassen, was du willst und ich bin offen für alles“ dann ist es so, dass es nicht mehr so spannend ist. Das ist ja auch das interessante beim Coaching oder bei den Dingen, die du als Sexpertin machst – es ist vielleicht ein bisschen weird, es ist vielleicht ein bisschen komisch, so offen über Sex zu sprechen. Es ist vielleicht ein bisschen weird, zum Coach zu gehen und sich Hilfe und Tipps für die Beziehung zu holen, aber was noch viel weirder ist, aus meiner Sicht, ist es, es nicht zu tun. Weil so etwas fällt dir ja nicht in den Schoß, dieses Wissen darüber, die Möglichkeiten darüber; und ich glaube, wenn du dir Kulturen anschaust oder Menschen anschaust, die einen Drang oder einen Wunsch unterdrücken, dann ist das Unterdrückung, Unterdrückung, Unterdrückung, Unterdrückung und dann entstehen ganz verrückte und ganz weirde Blasen. Wenn man anschaut – ich möchte jetzt nicht werten, aber was zum Beispiel in manchen asiatischen Ländern oder so: was da geil gefunden wird, das sind teilweise Sachen dabei, wenn du dir solche Comicvideos anschaust…

Sandra: Die Asiaten sind eh die Krassesten.

Dominik: das ist nur noch Vergewaltigung und Vollgas. Das geht dann über meine persönliche Schmerzgrenze, aber das mag jeder für sich beurteilen, aber doch dann weit hinaus. Das kommt eben auch von dieser Unterdrückung.

Sandra: Das ist noch eine der geheimen Fantasien, diese Überwältigungsgeschichten, weil du es gerade sagst, dieses Rape-Play, heißt diese Technik, die man auch in Pornos sieht, das ist ja, hoffentlich, keine echte Vergewaltigung, sondern das ist Rape-Play. Das ist auch etwas vom Einbrecher, der kommt, von dem Polizisten, der eine verhaftet und dann mitnimmt.

Dominik: Ja klar, aber wenn du als Frau so geil wirkst auf den, dass der sich gar nicht halten kann, ist das natürlich wahrscheinlich ein Teil der Fantasie, dann ausgeliefert sein.

Sandra: da kann man dann einmal vielleicht die Sachen machen, die man sich sonst nicht traut, weil, wenn er mir dann seinen Schwanz in den Hintern steckt, kann ich mich dann quasi gar nicht wehren.

Dominik: Und es passiert mehr, ich verstehe.

Sandra: Aber bitte auch hier, das habe ich nicht gemeint: einfach machen, sondern vorher abklären, Safewort, vielleicht steht sie wirklich nicht darauf. Dann auch wirklich nicht machen.

Dominik: Ok. Aber du würdest der Großteil der Frauen ist total versext, steht auf einen Wikinger, der im Bett den Ton angibt, der dominant ist, der selbstsicher ist, will nicht unbedingt Blümchensex nur haben. Ja streicheln ist gut, Vorspiel ok, muss aber nicht sein, auch ein Quickie darf es sein. Probiert Dinge aus, sprecht ehrlich miteinander.

Sandra: es gibt alles, es ist so wichtig, dass man für sich selber, wie wir am Anfang schon gesagt haben, sich selbst liebt, viel sich selbst befriedigt, um herauszufinden, wie komme ich gut – oder es geht auch nicht immer um den Orgasmus. Es ist auch so ein Thema. Einfach sich selbst gut kennenlernen und dann erst in Beziehung gehen. Dann erst mit dem Partner die Sachen leben, weil, wenn man sich selber gut kennt, dann kann man am besten…

Dominik: sich selbst gut zu kennen, ja! Was auch noch, letzter Punkt, der mich auch interessiert, weil das häufig bei Paaren vorkommt, zum Beispiel, er bekommt keinen hoch. Warum auch immer. Meistens ist es ein psychisches Problem – sehr selten ist es ein medizinisches Problem. Jetzt wird in der Paarbeziehung der Sex schwierig, weil er will dann praktisch nicht mehr; sagt „oh, ich bin so müde, ich habe keinen Bock darauf“ weil er, ich sage mal, der Story nicht begegnen will. Sie wiederum denkt sich, was mache ich falsch, weil er keinen hochbekommt. Hast du einen du da irgendeinen Tipp?

Sandra: Ja

Dominik: bitte darum, weil ich…

Sandra: Was dieses Paar dann falsch macht, ist, dass sie Sex definieren als Schwanz und Muschi. Sex ist ja noch vielmehr als nur das. Also wenn ich jetzt als Mann keinen hoch bekomme und ich weiß es ist ein Teufelskreis. Man kriegt einmal keinen hoch.

Dominik: „Dann denkt man sich, was ist, wenn es wieder passiert?“

Sandra: Genau, dann bekommt man beim zweiten Mal natürlich auch keinen hoch und dann ist es eh schon Usus.

Dominik: Ja.

Sandra: Falls es wirklich ein Problem mit dem Blutstau ist, der eigentlich entstehen sollte, dann gibt es halt auch…

Dominik: Viagra, Cialis

Sandra: ja genau, ein bisschen weniger krasse Dinge wie Viagra; Cialis ist, glaube ich, ein wenig schwächer. Pflanzlicher. Aber es gibt auch Penisringe, whatever, Penispumpen, man kann da 1000 Sachen machen. Aber es geht eben beim Sex nicht um die Penetration an sich. Also für mich ist Sex auch schon, wenn man einfach nur ganz nackt kuschelt und sich ein bisschen streichelt.

Dominik: Ich glaube, das ist ein wichtiges Wort, besonders an die Männer da draußen, weil für uns ist es immer noch ein Leistungssport. Für die meisten von uns, das heißt, wenn ich das nicht kann als Mann, möchte ich mich am liebsten genieren und verstecken und irgendwo in der Erde vergraben, da finde ich es ganz wichtig, dass du als Frau sagst: „ja klar stehe ich darauf, wenn er ihn mir reinsteckt. Natürlich will ich das; aber wenn es nicht ist, dann gibt es andere Möglichkeiten, mich zu befriedigen, die ich genauso gut finde.“ Würdest du es bestätigen? Und dann bitte sag es noch einmal für alle, die es…

Sandra: Ja, natürlich, wenn es dann gar nicht mehr ist, ist dann auch wieder schlecht. Ich mein, es kann nie auf etwas ausgeruht werden, man sollte dann schon schauen, was ist da, wie kann man das, aber… Dominik: Dann kommt ihr zu uns und wir beraten euch.

Sandra: Aber dieser Leistungsdruck, auch dieses Gefühl geben dem Mann, er muss jetzt einen hoch kriegen und dann so lange daran herumreiben. Das ist sowieso ein Ding. Gebt den Männern das Gefühl, falls jetzt hier auch Frauen zuschauen…

Dominik: hoffentlich

Sandra: wovon ich ausgehe, dass ihr das gerne macht, was ihr gerade tut. Und dass ihr das nicht aufgrund eines Ergebnisses tut, sondern dass ihr ihm einen blast oder runterholt oder ihn streichelt, weil ihr das gerade so schön findet, euren Partner zu verwöhnen. Und auch als Mann umgekehrt, bitte einfach der Partnerin das Gefühl geben: ich will dich jetzt gerade lecken, ich will dich küssen und streicheln. Nicht damit du kommst, damit ich ihn endlich reinstecken kann oder, dass du feucht wirst, sondern, weil ich das gerade voll genieße, dir etwas Gutes zu tun. Dann kannst du noch so schlecht in Blasen und Lecken sein, sie wird es trotzdem geil finden oder er.

Dominik: Also kein Perfektionsdrang.

Sandra: nein, man merkt einfach, der andere macht das so mit Hingabe. Es gibt nichts Geileres, als zu wissen, dass der andere etwas gerne macht.

Dominik: Für mich.

Sandra: Für dich.

Dominik: Who I am matters, ist wichtig für den Partner.

Sandra: Das ist ganz, ganz wichtig und ich glaube, dass es das Wichtigste dann auch noch, um diesen Leistungsdruck auch ein bisschen zu verringern; dass man es auch nicht zu ernst nimmt. Man tut halt ein bisschen rum und schaut, was dabei rauskommen und wenn nicht, dann halt nicht.

Dominik: Wie oft, würdest du sagen, denken Frauen durchschnittlich an Sex, am Tag, in der Woche, im Monat? Nämlich nur um den Männern ein Gefühl dafür zu geben, dass sie nicht die einzig versauten sind, sondern, dass es bei den Frauen auch so ist. Wenn du jetzt über den Kurs eines Tages, was würdest du sagen, wie oft…

Sandra: Ja, ich glaube tatsächlich, dass Männer schon öfters an Sex denken als Frauen, aber das liegt daran, dass ihr einen Penis habt und dass der immer – ich kann es mir nicht vorstellen, immer so an der Hose vielleicht reibt und, dass man deswegen immer ein bisschen… [lacht] oder? Ich weiß es ja nicht, wie schnell es dann geht. Oder wenn ihr eine Frau vorbeigehen seht, die irgendwie geil ausschaut. Bei Frauen ist das nicht so nach außen; ich glaube, bei uns ist nicht so ständig im…

Dominik: Ich glaube, ich weiß, was das ist. Weil ich glaube nicht, dass es das ist, weil sich ständig was reibt; das stellen sich die Frauen schön vor, so ist es nicht. Bei uns Männern ist es einfach so: ein Mann kann sich in zwei Sekunden entscheiden, ob er mit einer Frau Sex haben will oder nicht. Er sieht pralle Brüste, schlanke Beine oder eine Figur, die ihm eben halt gefällt und die er geil findet und sagt: „ok, grundsätzlich Sex ja“. Nicht verliebt, aber Sex würde gehen. Frauen haben so eine Aufwärmtemperatur. Das heißt, sie sagt vielleicht: „ok, der ist attraktiv, aber schlafen würde ich mit ihm nicht“ und dann aufgrund der Kommunikationsbasis sagt sie: „ok, ich könnte mich mit dem unterhalten, ich könnte ihn umarmen, ich könnte ihn küssen“ und dann irgendwann möchte sie mit ihm vögeln. Das ist, sozusagen…

Sandra: Ich glaube, das ist Blödsinn. Ich glaube, dass wir Frauen genauso in zwei Sekunden wissen, ob wir mit der Person Sex haben wollen…

Dominik: Ja, wissen…

Sandra: ja genau, dann brauchst noch die Dinge drumherum und dann sich selbst zu gestehen: „ja okay, jetzt könnte ich es wirklich auch machen.“

Dominik: Ja. Wissen ja. Aber wir Männer können anspringen von Null auf Hundert in einer Sekunde. Ich weiß nicht, kläre mich auf. Du siehst einen Typen und du bist sofort mega geil auf den oder – kommt wahrscheinlich auch darauf an, wie befreit du bist?

Sandra: Ja natürlich. Aber das stimmt, ich glaube, dass es tendenziell ein bisschen mehr braucht, zumindest dann ein Gespräch und sich ein bisschen vorzustellen, was kann der mir geben? Wird das jetzt spannend sein? Wenn ich da jetzt wirklich so einen One-Night-Stand anstrebe. Ansonsten ist es sowieso so ein Prozess, bis man mal Sex hat.

Dominik: Ok.

Sandra: Sonst ist es ein One-Night-Stand und da muss es etwas Spannendes geben an diesem als One-Night-Stand.

Dominik: ok.

Sandra: Aber ich glaube, Frauen denken mindestens – wenn Männer 10 mal an Sex denken, dann denken Frauen vielleicht 7 Mal an Sex sogar.

Dominik: Ok, ist nicht so. Ok.

Sandra: Ein bisschen weniger vielleicht, aber sicherlich nicht viel weniger.

Dominik: letzte Frage: gib uns so zwei Silver Bullets: also eins für die Männer, eins für die Frauen. So der wichtigste Tipp aus all deinen Erkenntnissen, wenn es so eine Sache gäbe, die du den Männern sagen würdest und wenn es eine Sache geben würde, die du den Frauen sagen würdest, was wäre das? Was ist deine Botschaft an die Männer- und die Frauenwelt? Was sagt Sandra Raunigg, total versext?

Sandra: Also was mir jetzt kurz spontan, nachdem wir drüber geredet haben, einfällt für die Männer ist, weil ich es immer wieder höre: nur weil eine Frau feucht ist, heißt es nicht, dass sie erregt ist und bereit ist. Das ist ein Ding des…

Dominik: ok.

Sandra: Ganz wichtig, es gibt Frauen, die sind permanent feucht, aber sind deswegen nicht erregt. Es gibt Frauen, die komplett trocken und sind super geil schon. Da ist es halt wichtig, dass man in dem einen Fall Gleitmittel nimmt und im anderen doch noch ein bisschen Vorspiel oder vielleicht schaut, passt es jetzt schon, dass ich ihn rein stecke? Das ist vielleicht ganz wichtig, dass man – also Kommunikation, auch da, so ein bisschen schauen, wo bin ich jetzt schon? Für die Frauen ist es natürlich, wie ihr auch in meinen Videos seht, es gibt ganz viele Frauen, die das ausleben schon ihre Sexualität. Die sich dann nicht unterkriegen lassen von irgendwelchen gesellschaftlichen Konventionen. Ich würde auch sagen: frei sein, sich ausleben, sich einfach trauen. Ich glaube, das ist sehr wichtig und auch in der Partnerschaft einfach kommunizieren und sich einfach mal Trauen, etwas zu sagen, ohne diese Angst, dass man gleich die Schlampe ist für den Partner. Ich glaube, dass es extrem geil sein kann, wenn man als Frau dem Partner kommuniziert, was man will. Ich weiß nicht, vielleicht du als Mann auch, ob das gut ankommt, wenn eine Frau sagt: „Ich hätte jetzt mal gerne, dass du mir einen Dildo reinsteckst“ oder…

Dominik: Ich glaube, es kommt darauf an, wie selbstsicher du bist. Es gibt durchaus Männer, denen du das sagen würdest, die sagen würden: „bin ich dir jetzt nicht genug?“ Wir Männer haben immer diesen Leistungsdruck. Ich glaube, wie gesagt, da braucht es mehr Aufklärungsarbeit. Da braucht es mehr als darüber reden, da braucht es mehr Gespräche wie diese hier. Ich habe auch wieder etwas gelernt.

Sandra: Ich glaube, das wichtigste ist, liebe Leute: wenn ihr miteinander redet und wenn ihr oft über Sex redet, dann wird es auch irgendwann nicht mehr so awkward.

Dominik: Genau, dann wird es leichter.

Sandra: Dann wird es leichter. Das ist so wie vielleicht, so vergleichsweise, ihr sagt zum ersten Mal dem Partner „Ich liebe dich“. Das ist am Anfang noch so ein bisschen komisch und dann sagt man es irgendwie so 20 Mal und dann ist es schon ganz normal und etwas Schönes und genauso ist es beim Reden über Sex. Ich glaube, wenn man öfters über Sex redet, dann ist es auch irgendwann nicht mehr komisch.

Dominik: normal und Usus. Das stimmt. Das heißt, wenn du anfängst den Stecken aus dem Hintern zu nehmen oder reinzustecken, je nachdem, was du geil findest, dann tut sich auch dein Partner leichter damit; und wir tun es in unseren Gesprächen, so damit ihr euch leichter miteinander tut. Ich glaube, das ist ein schöner Schluss an der Stelle. Ich danke der Sandra, dass sie heute hier war. Ich glaube, ihr werdet noch mehr von ihr und mir sehen in dem Zusammenhang. Hat mir sehr viel Spaß gemacht und bitte kräftig liken auch ihren Channel, Kommentare darunter machen. Wir freuen uns über eure Beiträge…

Sandra: Natürlich, wenn ihr Ideen habt für ein neues Video oder so.

Dominik: Ideen, neues Video, bitte schreiben und wir werden an der Stelle dann noch weiter machen und mehr sehen lassen zum Thema „total versext“. Dankeschön, wunderbar, baba.

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